Wenn es läuft, dann läuft es: Gerrit Nieberg & IB Queen gewinnen auch den Großen Preis von Münster

Nach der ersten Bodenpflege zur Pause platzte der Knoten: Die Schweizerin Nadja Peter Steiner und ihr 10-jähriger Schimmel Clearround Il Mundo (v. Comme il Faut) ließen als 23. Starter im Großen Preis von Münster über 1,60m als erstes Paar alle Stangen in den Auflagen und absolvierten den Parcours zudem in der erlaubten Zeit. Das hatte vor ihnen noch niemand geschafft, Kurz darauf gelang dieses Kunststück auch den Siegern aus Hagen, Stefan Engbers und seinem Schimmel Baju NRW (v. Balou du Rouet), genau wie dem Belgier Koen Vereecke mit seiner Fuchsstute Merryweather vt Leeuwerikenhof (v. Emerald) – und den Siegern im Championat von Münster, Gerrit Nieberg und seiner IB Queen (v. Quasimodo Z). Ein Stechen war also gesichert, daran hatte man tatsächlich eine Weile zweifeln können, insbesondere auf der Schlusslinie in der dreifachen Kombination hagelte es Fehler.

Im Stechen musste die Schweizerin dann vorlegen und lieferte eine weitere Null-Runde ab. 42.31 stand am Ende auf der Uhr, würde es reichen, oder hatte sie eine Tür offen gelassen? Stefan Engbers und sein großer Schimmel Baju waren als Nächste an der Reihe im Stechen. Doch heute sollte es nicht sein: Acht Strafpunkte standen am Ende im Protokoll und Stefan Engebers durfte sich über Platz vier freuen. Koen Vereecke lieferte dann mit seiner Merryweather ebenfalls eine Null-Runde ab, die Zeit von 43.29 Sekunden reichte am Ende für Platz drei.

Und dann war Gerrit Nieberg an der Reihe – mit der Chance den Sack für sich zuzumachen: Und er nutzte diese. Nach 42.17 Sekunden galoppierten Nieberg und seine Queen ins Ziel und ließen sich unter dem großen Jubel des heimischen Publikums für den Sieg im Großen Preis in Münster feiern.

Für Gerrit Nieberg ist es tatsächlich der erste Sieg im Großen Preis von Münster: “Da das Turnier von meinem Chef Hendrik Snoek veranstaltet wird, war die Motivation heute im Stechen natürlich noch mal höher. Ich habe es schon oft probiert, heute hat es endlich geklappt, darüber bin ich sehr froh. Mein Dank gilt natürlich meinem Pferd, sie hat mir die letzen Monaten ein super Gefühl gegeben. Heute hat sie sich so gut angefühlt und ich konnte auch etwas mehr riskieren. Nachdem Ping Pong verkauft wurde, ist sie derzeit mein Top-Pferd und ich hoffe, sie kann in seine Fußstapfen treten.”

Nadja Peter Steiner, freute sich über Platz zwei: “Ich war lange bei Lars Nieberg im Stall, habe bei der Familie trainiert. Natürlich hat Gerrit mich heute geschlagen, aber das geht aufgrund der langen Verbindung für mich in Ordnung.”

Eine Top-Platzierung gab es auch für die Dritten bei der Deutschen Meisterschaft in diesem Jahr – Maxi Lill und Casallco’s George PS (v. Casallco). Sie ließen tatsächlich auch alle Stangen in den Auflagen und kamen lediglich mit zwei ärgerlichen Zeitfehlern ins Ziel und wurden am Ende Siebte vor Sophie Hinners und Iron Dames Kaleni Jo (v. Kannan).

Ob der Hauptsponsor Al Shira’aa auch im kommenden Jahr in gewohnter Form an Bord sein wird, ist in Münster nach den Worten von Hendrik Snoek noch nicht endgültig geklärt. Die innerarabische Abstimmung über zukünftige Engagements könnte auch Auswirkungen auf das Deutsche Derby in Hamburg haben, das ebenfalls Teil des Al Shira’aa Turnierkalenders ist

Das ganze Ergebnis: HIER