Es war das Highlight der Agria Oslo Horse Show: Die erstes Weltcup-Etappe der Western European League dieser Saison hätte spannender kaum sein können. Als Erster Starter hatte Harry Smolders mit seinem Erfolgspartner Monaco eine Traumrunde in den Parcours gezaubert und bewiesen, dass der Holsteiner von Cassini II noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehört. Acht weitere Paare sollten sich zu dem Niederländer ins Stechen gesellen. Darunter auch die Weltmeister von 2022, Henrik von Eckermann und Kind Edward (v. Edward) sowie aus deutscher Sicht Janne Friederike Meyer- Zimmermann mit ihrem Cellagon Cascais (v. Colestus).
Smolders setzte die Konkurrenz mit einer weiteren Traumrunde und der gewählten Innenbahn zum letzten Sprung mit einer Zeit von 41.51 Sekunden gleich zu Beginn des Stechens dann auch ordentlich unter Druck. Martin Fuchs und sein Fortjump du Beaumenil (v. Cornet Obolensky) kamen mit 41.53 Sekunden am dichtesten an diese Bestmarke heran. Und auch Janne Friederike Meyer-Zimmermann lieferte mit Cellagon Cascais bei dessen ersten 5*-Hallenturnier und der erster Weltcup-Etappe erneut eine fehlerfreie Runde ab. Janne zeigte sich dann auch super stolz über die tolle Leistung ihres Sportpartners, der immer besser in dieses Top-Niveau hineinwächst. Die beiden wurden am Ende mit einem starken vierten Platz belohnt.
Den Sieg sicherte sich allerdings ein anderer: Max Kühner und sein 15-jähriger EIC Up Too Jacco Blue (v. Chacco-Blue) gingen zum Angriff auf die Bestzeit über und konnten diese mit einer noch engeren Wendung zum letzten Sprung tatsächlich unterbieten: 40.52 Sekunden stand da auf der Anzeigetafel, das war der Sieg für Kühner und wieder einmal Platz zwei für Harry Smolders und seinen Monaco vor Martin Fuchs und Janne Meyer.
„Ich wusste, dass ich die Zeit von Harry nur in den Wendungen gut machen kann. Zum Glück hat es heute geklappt“, freute sich Max Kühner im Interview, der sich nun auf die nächsten Weltcup-Etappen in Verona und Stuttgart freut.
Platz fünf wurde gleich zweimal vergeben: Henrik von Eckermann mit King Edward hatte mit 43.00 Sekunden im Stechen die gleiche Zeit, wie der Belgier Mathieu Bourdeaud’Hui im Sattel von Oscar the Homage (v. Quint vh Maarlo Z).
Ebenfalls noch im Geld mit einem Netzroller im Umlauf waren Paula de Boer-Schwarz und My Miss Marple OLD (v. Mylord Carthago) auf Platz 13.
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