Als letzter Starter raubt Leopold van Asten Titelverteidiger Gilles Thomas den Sieg im Grand Prix von Maastricht

Es wurde am Ende doch das Wochenende von Leopold van Asten in Maastricht. Als neunter von zwölf Startern hatte zwar Titelverteidiger Gilles Thomas auf Riesling van T Roosakker (v. Comme il Faut) so schnell und fehlerfrei den Stech-Parcours im Grand Prix von Maastricht absolviert, dass ihm der Sieg scheinbar nicht mehr zu nehmen war. Scheinbar. Denn als letzter Starter setzte Leopold van Asten noch einmal alles auf eine Karte – und war mit VDL Groep Kwienbellie (v. Toulon) noch eine halbe Sekunden im Ziel. Die Faust des Reiters ging nach oben, der Sieg in dem CSI4* über 1,55m war geschafft. Sein zweiter Sieg an diesem Wochenende mit demselben Pferd nach dem 4*-Erfolg schon am Freitag. Dritter wurde Landsmann Willem Greeve auf Cero Blue TN (v. Chacoon Blue) aus der Zucht von Holsteins Züchterlegende Harm Thormählen.

Auch zwei deutsche Amazonen waren im Stechen, waren auch von der Zeit her weit vorne dabei – aber beide hatten das Pech einer leichten, doch folgenschweren Stangen-Berührung. Sophie Hinners war mit Lommers (v. Carrera VDL) als siebte Starterin bis zum letzten Sprung auf Kurs neue Bestzeit, ritt mit vollem Tempo und damit Risiko Richtung Oxer – und dann fiel die Stange, begleitet vom Aufstöhne des Publikums. So wurde es Rang 10. Einen Platz vor ihr endete die Jagd nach der Bestzeit für Team-Partnerin Katrin Eckermann. Auch sie, bekannt als Schellreiterin in jedem Stechen, war als vorletzte Starterin in Richtung Bestzeit mit Iron Dames Cascajall NRW (v. Casallco) unter den Augen ihrer Eltern auf dem Weg – und hatte ihr Pech am vorletzten Sprung.

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