Er hatte tatsächlich nicht die beste Ausgangsposition: Der Ire Ciaran Nallon musste im Kampf um den Sieg im Hauptspringen in Rabat als Erster im Stechen vorlegen. Der Bereiter bei den Beerbaum Stables in Riesenbeck hatte im Sattel von Christians Carado (v. Christian) nur eine Möglichkeit – er musste versuchen, seine elf Verfolger im Stechen mächtig unter Druck zu setzen. Und das taten der 24-Jährige und der DSP-Wallach, den Ciaran Nallon erst seit August auf Turnieren vorstellt. Von Sprung eins an erwischten sie das perfekte Timing, jede Linie im Fluss und waren nach nur 39.65 fehlerfreien Sekunden in der Pole-Position. Danach durfte Nallon allerdings lange zittern.
Christian Ahlmann war der Zweite Starter im Stechen, der mit dem erst neunjährigen Diamantino (v. Diamant de Semilly) zum Angriff auf die Bestzeit über ging. Auch bei Ahlmann blieben alle Stangen in den Auflagen – nur die Zeit von 40.48 Sekunden reichte noch nicht für den Sieg sondern für Platz drei im Endergebnis.
Den Kampf um die Bestzeit in dem Springen über 1,50m nahmen auch Sandra Auffahrt und ihr selbstgezogener Comcador OLD (v. Comme il Faut) auf. Auch dieses Paar lieferte eine weitere sehr sehenswerte Null-Runde ab und platzierte sich auf Rang fünf.
Den Sieg dem Iren am Ende streitig machen wollte auch der Italiener Emanuele Gaudiano mit Nicolaj de Music (v. Kannan). Und Ciaran Nallon wurde beim Zuschauen auch sichtlich unruhig. Am Ende hielt er allerdings die Pole-Positon, denn ein lachender Gaudiano galoppierte nach 40.26 Sekunden auf Platz zwei.
„Ich habe wirklich nicht mit einem Sieg gerechnet. Christians Carado ist tatsächlich nicht das schnellste Pferd, er hat dafür aber eine super Einstellung und kämpft richtig gut mit“, erzählte der überraschte Sieger, der mit dem Braunen bei der GCL-Etappe in Rabat am Vortag schon zum zweitplatzierten Team Riesenbeck International gehörte.
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