Er gehörte jahrelang zu den Top-Vererbern: Balou du Rouet war beim WBFSH-Rankings der weltbesten Spring- und Vielseitigkeitsvererber immer ganz vorne mit dabei. Mehr als 95 seiner Nachkommen sind in 1,60 Meter-Springen erfolgreich. Damit ist Balou du Rouet längst Thronfolger seines berühmten Vaters, des Olympiasiegers und dreimaligen Weltcup-Siegers Baloubet du Rouet. Nun ist der Ausnahmehengst im Alter von 27 Jahren gestorben. Das gab jetzt die Deckstation Paul Schockemöhle bekannt.
In einem Statement heißt es: „Schweren Herzens müssen wir Abschied von unserem Ausnahmehengst Balou du Rouet nehmen, der gestern im stolzen Alter von 27 Jahren von uns gegangen ist. Bis zuletzt war er topfit, für jeden Spaß zu haben und wir haben jede einzelne Minute mit ihm genossen.
Sein unverkennbares Gesicht war so einzigartig wie sein Charakter – beides gab er seinen Nachkommen mit. Seit fast zehn Jahren gehört er zu den weltbesten Spring- (Platz 15) und Vielseitigkeitsvererbern (Platz 31) laut WBFSH-Ranking.
Seine sportlichen Erfolge sprechen für sich, aber am schwersten wiegt der Verlust dieses herzensguten, charakterstarken Hengstes. Ein unendlich großer Dank gilt Barbara Jansen, die ihn über all die Jahre liebevoll gepflegt und ihm ein traumhaftes Leben ermöglicht hat. Danke für alles, lieber Balou.“
Sportlich an der Spitze der über 70 gekörten Söhne des Balou du Rouet stehen u.a. Weltcup-Finalist Baloutaire PS unter Patrick Stühlmeyer, Balzaci mit Felix Haßmann, Baccord unter Gerrit Nieberg und Balous Bellini mit Lutz Gripshöver.
Zu seinen weiteren sporterfolgreichen Nachkommen gehören u.,a. die WM-Einzel- und EM-Team-Bronzegewinnerin sowie Weltcup-Achte Bianca mit Steve Guerdat, die Aachen-Vierte Babalou unter Darragh Kenny, sowie die in Großen Preisen, Weltcup-Springen und Nationenpreisen erfolgreichen Baju NRW mit Stefan Engbers, Balance mit Felix Haßmann, Bangkok Girl PP unter Benjamin Wulschner und Bantou Balou OLD mit Laura Klaphake.
Balou du Rouet startete seine eigene Karriere mit einem mit 9,2 bewerteten 30-Tage-Test in Vechta. Nach Seriensiegen in Springpferdeprüfungen gewann er mit 9,2 die Qualifikation beim Bundeschampionat, platzierte sich im Finale der Sechsjährigen an achter Stelle und siegte bis 1,50 Meter-Springen.
