Sophie Hinners hatte die Hand schon an der Trophäe: Sie war als eine von Acht fehlerfrei und mit 71,73 Sekunden die Schnellste im Umlauf des Grand Prix von Barcelona – mit Abstand – und deshalb startete Sophie Hinners mit Iron Dames Kaleni Jo (v. Kannan) als letzte der Zwölf, die sich für die Siegerrunde um das Gesamtpreisgeld von mehr als 300.000 Euro qualifiziert hatten. Sie war dann wieder die Schnellste, diesmal mit 45,68 Sekunden im verkürzten Parcours. Doch ausgerechnet die letzte Stange fiel, und so wurde es statt des Sieges der siebte Platz. Die Britin Jessica Mendoza, mit In the Air (v. Air Jordan) als Viertschnellste aus dem Umlauf gekommen, war mit 46,94 Sekunden die schnellste Doppelnullerin und sicherte sich damit den Sieg vor Rodrigo Pessoa auf Major Tom (v. Vagabond de la Pomme) und Cian O’Connor auf Kentucky TN (v. Verdi TN).
Durch ihr Pech am Schlusssprung war Sophie Hinners dann auch nicht die beste Deutsche in diesem CSIO5* über 1,60m. Denn Kendra Claricia Brinkop kam unter den Augen ihres Chefs und Pferdebesitzers Stephan Conter mit Replay van ‚t Paradijs (v. Bamako de Muze) in beiden Runden ohne Springfehler ins Ziel. Im Umlauf fehlten sechs Hundertstel zur Null, in der Siegerrunde kam zu dem einen ein weiterer Zeitfehler hinzu. Das bedeutete Rang sechs.
Der Weltranglisten-Erste Richard Vogel musste sich hinter den beiden Amazonen auf Rang acht einsortieren. An Sprung elf, einem Liverpool-Oxer, war seinem Gangster Montdesir (v. Kannan) im Umlauf eine Stange aus der Auflage gerutscht. Als schnellster Vier-Punkte-Reiter war er trotzdem gerade noch für die Siegerrunde qualifiziert, musste als Erster vorlegen, war mit 46,29 Sekunden fast so schnell wie seine Stall-Kollegin Sophie Hinners.
Für die vierte deutsche Starterin, Jörne Sprehe auf Sprehe Hot Easy (v. Andiamo Z), lief es in der ersten Runde nicht rund und so beendete sie den Parcours vorzeitig.
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