Steve Guerdat unschlagbar im 1 Million Euro Rolex Grand Prix in Dublin

Der Rolex Grand Prix in Dublin fing gleich mal mit einer Überraschung an: Als erster Starter meisterten Arne van Heel und der Holsteiner Verbandshengst Keaton HV (v. Kannan) den anspruchsvollen Kurs ohne Fehler und sicherten sich schon mal ihr Ticket für das exklusive Stechen. Für den zehnjährigen Hengst, der auf diesem Niveau noch nicht so viel Erfahrung hat, und seinen niederländischen Reiter konnte der mit einer Million Euro dotierte Große Preis nicht schöner beginnen. Aber es sollte noch besser kommen….

Immerhin acht weitere Paare gesellten sich mit fehlerfreien Runden im Umlauf zum Club der Stechteilnehmer hinzu. Darunter auch Richard Vogel mit seinem Cloudio (v. Casall), in Falsterbo kürzlich noch zweiter auf dem Podium und Steve Guerdat mit Albführen’s Iashin Sitte (v. Bamako de Muze), in Schweden noch Dritter im Rolex Grand Prix.

Arne van Heel musste naturgemäß als Erster Starter im Stechen vorlegen – und das Paar blieb erneut ohne Fehler. Mit der Zeit von 41.47 Sekunden setzten sich die beiden erst einmal an die Spitze. Bis Steve Guerdat und sein Fuchs den Parcours betraten. Albführen’s Iashin Sitte springt nicht spektakulär wie ein Cloudio, aber effektiv und leichtfüssig wie eine Katze. Nach. nur 37.81 Sekunden waren der Schweizer und sein 12-jähriger Wallach im Ziel und hatten damit die nachfolgende Konkurrenz mächtig unter Druck gesetzt.

Richard Vogel und Cloudio fingen schnell an, kamen dann am Ende aber doch mit einem teuren Abwurf ins Ziel. Für die beiden wurde es in Irland an diesem Nachmittag Platz sechs. Ein Trostpflaster von 50.000 Euro Preisgeld gab es trotzdem noch.

Am dichtesten heran an die Bestzeit von Guerdat kam noch der Ire Jordan Coyle mit Chaccolino (v. Chacco-Blue) und einer Zeit von 39.27 Sekunden. Der dritten Platz auf dem Podium ging an einen überglücklichen Arne von Heel, für den der Podiumsplatz die Kirsche auf der Torte war. „Keaton hat auf diesem Niveau noch nicht viel Erfahrung. Ich bin super stolz auf ihn und hoffe, dass ich im nächsten Jahr wieder kommen kann.“

Auch der Sieger strahlte über das ganze Gesicht: „Ich komme schon seit rund 20 Jahren nach Dublin, aber den Grand Prix habe ich noch nie gewonnen. Die Jahre zuvor, wenn ich nicht meine beste Leistung ablieferte und nicht platziert war, hatte ich immer das Gefühl, ich hätte das Publikum hier im Stich gelassen. Heute hat es nun endlich mit dem Sieg geklappt. Das freute mich natürlich riesig.“

Ebenfalls noch im Geld waren Jörne Sprehe und Toys (v. Toulon) mit einem Netzroller im Umlauf auf Platz zehn.

Rene Dittmer und sein Holsteiner Cody (v. Casall) kamen mit einem Abwurf plus einem Zeitfehler ins Ziel. Nicht nach Plan lief es für André Thieme und seine DSP Chakaria (v. Chap), die beiden kamen mit vier ungewöhnlichen Abwürfen ins Ziel. Einen Wasserfehler gab es heute allerdings nicht.

Das ganze Ergebnis: HIER