Yuri Mansur siegt mit Janne Meyer-Zimmermanns Ex-Lady Lavista in Gijon
Sieg geschafft: Yuri Mansur mit My Lady Lavista unter der Siegerdecke Foto: spring-reiter.de

Yuri Mansur siegt mit Janne Meyer-Zimmermanns Ex-Lady Lavista in Gijon

Es wurde eine wilde Jagd um den Sieg im Samstags-Hauptspringen von Gijon, dem CSI4* Zeitspringen um den Volvo Cup über 1,45m. Denn Constant van Paesschen hatte mit Diaz du Thot (v. Ready Boy des Forets) in 61,54 Sekunden früh eine Zeit vorgelegt, an der sich erst einmal alle die Zähne ausbissen. Auch Tom Schewe, der in Gijon am Vortag noch Platz zwei gefeiert hatte, kam nicht an ihm vorbei. Diesmal hatte er Deesse des Embruns (v. Mylord Carthago) gesattelt, schaffte den Parcours ohne Strafsekunden in 66,37 Sekunden, das bedeutete am Ende Rang sieben.

Aber als letzter Starter betrat dann Yuri Mansur die Bühne. Kurz vor dem WM-Start in Aachen war er über seinen Verband und dessen Nominierungs-Verfahren so verärgert gewesen, dass er ankündigte, nie wieder für Brasilien an den Start zu gehen. War der Zorn ein zusätzlicher Antrieb? Wie auch immer, er wurde im Verlauf seiner Runde immer schneller, rückte immer dichter an die Bestzeit heran – und flog am Ende im gestreckten Galopp über den Zielsprung. Bei 61,17 Sekunden blieb die Uhr stehen, das bedeutete den Sieg.

Als Partnerin hatte er eine zwölfjährige Holsteinerin gesattelt: My Lady Lavista (v. Mylord Carthago). Im Mai war die Schimmelstute aus der Zucht von Klaus Peter Wiepert noch mit Janne Friederike Meyer-Zimmermann, die sie ein Jahr zuvor von Conor Swail übernommen hatte, im Qualifier zum Rolex Grand Prix in Aachen unterwegs gewesen, war Zweite in einem Springen in Hamburg. Doch dann kaufte eine Schülerin von Yuri Mansur, Chiara van der Linden, die vielversprechende Lady – und der Meister selbst setzte sich erst einmal drauf. Zwei Runden über 1,30m in Valkenswaard vor vier Wochen gaben ihm ein so gutes Gefühl, dass er sie jetzt in Gijon als Siegerin präsentieren konnte.

Vorbesitzerin Janne Friederike Meyer-Zimmermann war bei diesem Zeitspringen nicht als Konkurrentin dabei. Sie hatte sich schon im Springen zuvor ihr Preisgeld für diesen Tag gesichert: Im CSI2* Grand Prix war sie auf Sauvageonne des Pouplis (v. Toulon) Dritte hinter Sanne Thijssen auf Cupcake Z und Ivan Serrano Sáez auf E Pleasure Beaufour geworden.

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