Das war für die frisch gebackenen Mannschafts-Weltmeister dann ein ganz anderer Auftritt beim Turnier der Sieger vor dem Schloss in Münster als ein paar Tage zuvor in Aachen: Eine Siegerehrung zu Fuß, ohne Pferd, und die Schleifen gab es in die Hand. Marcus Ehning hatte mit Baloubets Rose Dree Boeken (v. Baloubet du Rouet) am Freitagnachmittag das CSI4* über 1,45m vor Sophie Hinners auf Michael Jackson W (v. Diamant de Semilly) gewonnen – in einem Springen, das immer wieder von heftigen Regengüsse geflutet worden war. Da entschied die Jury, zum Wohle der Pferde auf die übliche Siegerehrung im Sattel zu verzichten.
So standen die sechs Besten im regengeschützten Einritt in Erwartung der ungewohnten Siegerehrung. Das heißt, erst einmal standen dort nur Stefan Engbers, der mit Be Gladis Dritter wurde, Mario Stevens, Vierter mit Carrie, Markus Renzel, Fünfter mit Aganous Z, und Hendrik Sosath, Sechster mit Diamant de Plaisir II. Als Nächste folgte dann Sophie Hinners, nahm ihre Schleife in die Hand und bekam von ihren Kollegen den Auftrag, den noch fehlenden Sieger heranzutelefonieren: „Bei Dir geht Marcus bestimmt auch dran.“ Gesagt, getan, schon beim ersten Klingeln war Marcus Ehning da und kam auch schon um die Ecke mit einem letzten Zug aus der Zigarette. „Ja, Olle, was ist?“, grinste er übers ganze Gesicht, und Zwei, die sich offenbar gut verstehen, konnten ihre Handys wieder verstauen. Raus zur Siegerehrung, die Ehrenrunde zu Fuß blieb ihnen erspart.
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