„Meine Kollegen sind in Abu Dhabi, aber ich wollte lieber nach Neumünster!“ Willem Greve gewinnt souverän den Großen Preis von Neumünster

Als Nummer 24 der aktuellen FEI Weltrangliste zählte er natürlich zu den Favoriten – und er wurde seiner Rolle gerecht: Willem Greve hat nach einem starken Stechen den Großen Preis der Volksbanken Raiffeisenbanken bei den VR Classics in Neumünster gewonnen. Im Sattel der 11-jährigen Stute Candy Luck Z (v. Comme il Faut) drehte der Niederländer mit einer Zeit von 34.07 Sekunden die mit Abstand schnellste Runde im Stechen. Platz zwei ging an den Schweizer Christoph Könemann mit Coredo (v. Carridam), die Beiden kamen nach 35.97 Sekunden ins Ziel. Den größten Erfolg seiner Karriere sicherte sich der Kolumbianer Marco A. Peixoto Ferreira Filho im Sattel von Everest V’T Hof V Everest Z (v. Epleaser van T Heike) mit Platz drei auf dem Podium.

„Ich habe früh den Plan für mich gemacht, hier zu reiten, auch weil meine anderen Pferde in der Vorbereitung auf den Weltcup sind. Meine Kollegen sind in Abu Dhabi, aber für mich ist Neumünster ein schönes Turnier, wo die Pferde Erfahrung sammeln können. Ich bin sehr gerne hier und war mit Carambole auch schon mal Zweiter im Großen Preis. Ein anderes Mal wurde ich mit dem RTW aus dem Parcours abtransportiert. Aber die VR Classics sind einfach ein schönes und traditionelles Turnier“, erzählte Willem Greve im Anschluss. Seine Siegerstute Candy Luck Z wird er aber demnächst wohl wieder abgeben müssen. „Ich reite die Stute für Familie Volpi, weil sich die Tochter am Knie verletzt hat. Demnächst geht sie aber an die Besitzerin Alessandra Volpi zurück“, so Greve, für den „das eine normale Sache“ ist.

Zehn Paare waren nach schnellen und fehlerfreien Runden in die zweite Runde eingezogen, sechs davon kamen aus Schleswig-Holstein. Eine von ihnen war die beste Deutsche an diesem Tag in Neumünster, Romy Rosalie Tietje durfte sich mit ihrem Cascadino (v. Cartani), den sie seit sieben Jahren reitet, über einen starken vierten Platz freuen. „Ich bin gerade etwas sprachlos, das kommt selten vor…Cascadino hat einen unglaublich guten Job gemacht. Und dann vor heimischen Publikum Vierte zu werden, ist das schönste Gefühl, was ein Reiter haben kann“, freute sie sich gegenüber spring-reiter.de.

Platz fünf blieb ebenfalls in Schleswig-Holstein und ging an Linn Hamann mit ihrem gewaltig springenden neunjährigen Dumbo (v. Diamant de Semilly). Auch Mathies Rüder von der Insel Fehmarn und seine Holsteiner Stute Carlesta mischten vorne mit und wurden am Ende Achte gefolgt von Johanna Beckmann und Queen Frieda (v. Kanna) und Rolf-Göran Bengtsson auf Caillan (v. Casall). Platz elf holten Tobias Schwarz und Fine PS (v. For Pleasure) vor Johanna Kühl mit Caluna OLD U.P. (v. Calido) und Felix Hassmann mit DSP Mon Genuartt (v. Uriko)

Mehr als zufrieden war auch der Veranstalter, Francois Kasselmann, mit der Jubiläums Veranstaltung zum 75.Geburtstag der VR Classics. „Wir hatten über die Tage 46.000 Zuschauer, mit dem Showabend am Mittwoch waren es sogar 49.000 Zuschauer. Dank der Sponsoren geht es ja auch weiter. Jetzt müssen wir den Mittwoch auch noch voll kriegen aber wir sind optimistisch, dass wir das auch noch füllen können“, resümierte Francois Kasselmann zufrieden.

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