Einen starkes Ausrufezeichen setzte Daniel Deusser in der ersten Runde beim Weltcup-Finale in Fort Worth, einem Zeitspringen über 1,60m: Mit Otello de Guldenboom, dem Sohn seines Erfolgspartners Tobago Z, erwischte der Weltcup-Sieger von 2014 eine super flüssige Runde mit einer fehlerfreien Top-Zeit von 62.21 Sekunden. Nur einer war schneller an diesem Nachmittag in Texas: Die Nummer zwei der aktuellen Weltrangliste, Kent Farrington. Im Sattel von Toulayna (v. Toulon) ritt er auf Angriff und sprintete nach nur 62.03 Sekunden ins Ziel. Das war die Führung, der er nicht mehr aus der Hand gab. Platz drei sicherte sich der dreifache Weltcup-Sieger Steve Guerdat mit Albführen’s Iashin Sitte (v. Bamako de Muze) und einer Zeit von 62.49 Sekunden vor Lillie Keenan mit Kick On (v. Warrior).
Ebenfalls fehlerfrei blieben Rene Dittmer und sein Holsteiner Cody (v. Casall), sie platzierten sich auf Rang elf und waren noch im Geld. Patrick Stühlmeyer und Baloutaire PS (v. Balou du Rouet) hatten nach einer blitzsauberen Runden Pech am letzten Sprung. Genauso ging es Richard Vogel mit Gangster Montdesir (v. Kannan) die an der Bestzeit dran waren, aber ebenfalls am letzten Sprung patzten und den Tag als 14. beendeten. Stühlmeyer rangiert auf Platz 21. nach Runde eins.
„Mein Pferd hat es mir heute leicht gemacht. Er hat den Überblick behalten“, lobte Daniel Deusser seinen Otello. „Aber es ist noch ein langer Weg ins Finale.“ Das unterstrich auch Kent Farrington, der morgen in Runde zwei seine Super-Stute Greya satteln wird: „Es ist noch ein langer Weg zum Weltcup-Sieg und noch keine Zeit für Euphorie.“
SCHWARZER TAG
Einen schwarzen Tag als Zweiter Starter erwischte Willem Greve. Nach seinen drei Siegen bei den Weltcup-Etappen in Stuttgart, A Coruna und Göteborg lief es im ersten Springen des Weltcup-Finales in Texas nicht nach Plan für den Niederländer. Schon an Sprung zwei, einer Mauer, fiel ein Stein, danach addierten sich noch drei weitere Abwürfe zum Ergebnis dazu.
Das ganze Ergebnis: HIER
ZEITPLAN
Die zweite Longines FEI Jumping World Cup-Final Prüfung – eine 1,60m-Prüfung mit Stechen – findet am Freitagabend 19.00 Uhr Ortszeit statt. Alle für den Longines FEI Jumping World Cup qualifizierten Reiter, mit Ausnahme derjenigen, die im ersten Springen am Donnerstag ausgeschieden sind oder aufgegeben haben, sind startberechtigt.
Der Samstag ist ein Ruhetag für die Teilnehmer des Longines FEI Jumping World Cup Finals. Am Sonntag wird der Sieger des Longines FEI Jumping World Cup 2026 nach einem hoffentlich spannenden Finale gekürt. Das Springen über 1,60m geht über zwei Runden und beginnt um 12.00 Uhr Ortszeit, Runde zwei startet gegen 15 Uhr Ortszeit.
Das Format
In den ersten beiden Wettkämpfen besteht das Ziel darin, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Der Sieger jeder Klasse erhält Punkte basierend auf der Gesamtzahl der Starter im ersten Wettkampf sowie einen Bonuspunkt. Die Punktzahl verringert sich dann für jeden nachfolgenden Platz um einen Punkt.
Beständigkeit ist das A und O. Jeder Reiter, der in den ersten Runden dieser beiden Tage aufgibt oder ausscheidet, erhält keine Punkte, was die Titelhoffnungen praktisch zunichte macht. Nach dem zweiten Wettkampf werden die Gesamtpunkte in Strafpunkte für den letzten Tag umgewandelt. Der Führende (der Reiter mit den meisten Punkten) erhält eine Wertung von 0 Strafpunkten. Für den Rest des Feldes wird der Abstand zwischen ihren Punkten und der Wertung des Führenden mit einem Koeffizienten von 0,50 multipliziert. Dies bestimmt die Strafpunktzahl für das Finale.
Im Laufe des Turnier-Wochenendes wird das Teilnehmerfeld auf die Allerbesten reduziert: Nur die 30 besten Paare der ersten beiden Prüfungen qualifizieren sich für den dritten und letzten Wettkampf. Nach der ersten Runde am Sonntag ziehen nur die 20 besten Paare in die zweite und entscheidende Runde ein.
Das Finale am Sonntag bietet allerdings noch eine Besonderheit: Jeder Reiter, der in der ersten Runde am Sonntag fehlerfrei war, darf in die zweite Runde zurückkehren, auch wenn er nicht unter den Top 20 der Gesamtwertung steht. Zwar haben diese Reiter keine Chance mehr auf den Gesamtweltcup-Titel, können aber weiterhin um die Platzierungen in der Einzelwertung und das für diesen Tag ausgelobte beträchtliche Preisgeld von 300.000 Euro kämpfen.
Die Rechnung am Sonntagnachmittag ist ganz einfach: Der Reiter, der alle drei Prüfungen mit der geringsten Gesamtzahl an Strafpunkten absolviert, wird zum neuen Longines FEI Jumping World Cup Champion gekürt.
Übertragung auf: FEITV clipmyhorse und im Livestream bei Sportschau.de (am 12. April)





