Holsteiner Landeschampionate: Chacfire und Nadeshda von der Söhr holen Gold

Den sportlichen Höhepunkt am Finaltag der Holsteiner Pferdetage 2026 bildeten die Entscheidungen in den Landeschampionaten der fünf- und sechsjährigen Springpferde.

Das norddeutsche Wetter machte es den jungen Pferden teilweise schwer und Favoriten aus den Qualifikationen ließen sich mitunter vom starken Wind beeindrucken. Nicht so Chacfire v. Chacfly-Levisto, der bereits in der Qualifikation die höchste Wertnote erhielt. Mit 9,0 und 8,8 aus zwei Umläufen siegte der Fuchshengst unter dem Sattel von Tjade Carstensen und aus der Zucht seines Vaters Jörg. „Chacfire hat sich heute ideal gezeigt. Mit sehr guten Reflexen ausgestattet springt er immer von der oberen Stange weg und bleibt dabei locker“, lobten die Richter den neuen Champion der Fünfjährigen. Tjade Carstensen hatte mit drei Starts im Finale alle Hände voll zu tun – sein Pferd Keystone v. Kannan-Quinar aus der Zucht seiner Oma Margit Petersen pilotierte er zudem auf Rang vier.
Vizechampion wurde nach zwei souveränen Runden Donatella v. Don-Canvaro (Matthias Ketelsen) mit Karina Leichle. „Ein Pferd, das absolut gleichmäßig vorgestellt wurde, über einen guten Druckpunkt verfügt und dabei ideal basculiert“, sagte, Hubert Uphus vom Richterkollegium. 8,8 und 8,6 vergaben sie dafür. Silber!
Die Bronzemedaille sicherte sich Explosion RL v. Eldorado v/d Zeshoek-Contender. Rasmus Lüneburg präsentierte den gekörten Hengst aus der Zucht seiner Eltern Karin und Jan. Der großrahmige Braune überzeugte mit ganz viel Vermögen und Übersicht in beiden Umläufen.

Nadeshda von der Söhr fliegt zum Titel
Die zwölf Wertnotenbesten zogen in das entscheidende Stechen des Landeschampionats der sechsjährigen Springpferde ein. Die Pferde, die ein Ergebnis von 8,2 und besser in der Spezialspringpferdeprüfung der Klasse M** erreicht hatten, hatten sich qualifiziert. Und hier waren Nadeshda von der Söhr v. Cornet’s Quaprice-Diamant de Semilly (Christian Schröder) und Jonte Hansen nicht zu schlagen. Mit einer 8,5 kamen die beiden aus dem Umlauf – nachdem sie sich in der Qualifikation bereits auf Rang drei platzieren konnten. Die Silbermedaille ging an die Landeschampionesse des Vorjahres, Brilliant Nessaja v. Brantzau-Quiran (Johanna Wagner) und Jesse Luther. Mit einer Wertnote von 8,3 empfahlen sie sich für das Stechen. Knapp dahinter reihten sich Kimo v. Keaton I-Casalito (Konrad Sinn) und Rolf-Göran Bengtsson, die im Umlauf eine 8,5 erreichten.