Ein halbes Jahr war er nach einer Verletzung außer Gefecht, hatte inzwischen ein paar Aufbau-Springen absolviert – und meldete sich jetzt eindrucksvoll an die Spitze zurück: Der zwölfjährige belgische Hengst Point Break (v. Action-Breaker) hat unter Ben Maher den mit 310.000 Euro dotierten Grand Prix von Rotterdam gewonnen.
Es war ein ungeheuer spannendes Stechen, das sich die elf Qualifizierten in der niederländischen Hafenstadt lieferten. Nina Mallevaey zeigte mit Destine to Be (v. Diamant de Semilly) früh, wie schnell der verkürzte Parcours im äußersten Fall zu bewältigen war: Nach 42,42 Sekunden galoppierte sie über die Ziellinie. Aber die letzte Stange war dabei gefallen und so wurde aus Platz 1 am Ende Platz 8.
Willem Greve reckte unter dem Jubel seines heimischen Publikums strahlend die Faust in die Höhe, als er mit Grandorado TN N.O.P. (v. Eldorado vd Zeshoek) nach fehlerfreien 43,97 Sekunden im Ziel war. Es war jetzt erst einmal die Führung.
Richard Vogel, der einzige Deutsche im Stechen, versuchte danach mit Cloudio (v. Casall) in bekannter Manier noch schneller zu sein. Er blieb zwar ebenfalls fehlerfrei, aber seine 44,20 Sekunden bedeuteten am Ende Platz 5. Er strahlte totzdem und holte sich den Beifall des Publikums ab.
Auf ihn folgte unmittelbar Ben Maher mit Point Break, ging volles Risiko und war mit seinen 42,98 Sekunden nicht mehr einzuholen – auch wenn es zwei Konkurrenten noch versuchten: Zuerst Martin Fuchs, auch er fehlerfrei, war auf Fortjump du Beaumenil (v. Cornet Obolensky) mit 44,04 Sekunden am Ende Vierter. Denn der neuseeländische Schlussreiter Luke Dee schlug mit Gangster WW (v. Grand Slam) nach 43,14 Sekunden an und schob sich damit noch dicht an Ben Maher heran auf Platz 2.
Das komplette Ergebnis hier
