„Jedes Sportpferd ist heute wie ein Spieler bei Bayern München – es wird von vorne bis hinten betütelt“: 75. VR Classics gestartet

Ein Familienfest hat die VR Classics am Mittwochabend mit einem Show-Programm eröffnet – und da die Pferdefamilie in Schleswig-Holstein traditionell groß ist und es schließlich um den 75. Geburtstag des Traditionsturniers ging, war die Holstenhalle natürlich vollbesetzt. Was 1951 als regionales Reit- und Fahrturnier in einer vom Zigarren- und Pfeifenrauch vernebelten Halle begann, wo die Reiter deshalb manchmal kaum das andere Ende des Parcours sehen konnten, hat sich über die Jahrzehnte zu einem international hochkarätigen Event entwickelt, unter anderem als feste Station des Dressur-Weltcup. Inzwischen natürlich rauchfrei.

Bevor es mit dem Fest losging, bedankte sich Gastgeber Francois Kasselmann natürlich erst einmal bei den Sponsoren, die es möglich machen, trotz der weltweiten Highlights diese Tradition weiter im Herzen des Pferdelandes Schleswig-Holstein zu pflegen. Allen voran den Volksbanken Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein sowie deren Flaggschiff vor Ort, der VR Bank zwischen den Meeren. „Ohne diese langjährigen Partnerschaften wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht denkbar. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken – auch mit Blick auf die Zukunft.“ Die VR Classics seien eben auch unverändert „eine Netzwerk-Plattform, die man gut nutzen kann“. Und eines dürfen man nicht vergessen: „Jedes Sportpferd ist heute wie ein Spieler bei Bayern München – es wird von vorne bis hinten betütelt.“

Wie bei Familienfesten üblich, wurden am Mittwochabend auch die Erinnerungen herausgekramt. Schwedens Nationenpreis-Reiter Rolf-Göran Bengtsson, seit Jahrzehnten mit festem Wohnsitz ein paar Kilometer weiter heimisch geworden, erinnerte sich daran, dass er in den Holstenhallen „meinen ersten internationalen Start“ einst als junger Reiter absolvierte, „wenn auch nicht ganz vor 75 Jahren“.  Später hat er zweimal den Großen Preis der Volksbanken Raiffeisenbanken hier gewonnen, 2006 mit Tepic La Silla und 2023 mit Zuccero HV. Eines sei immer gleich geblieben: „Die Halle ist immer voll, die Stimmung großartig und das Publikum versteht einfach etwas von Pferden. Hier zu reiten macht jedes Jahr aufs Neue Spaß. Einen Großen Preis hier zu gewinnen, ist natürlich ein ganz besonderes Highlight, aber auch eine Herausforderung. Die Halle ist nicht riesig, die Distanzen kommen schnell, und am Sonntag wird es richtig hoch. Aber genau davon träumt man als Reiter: einmal ganz vorne zu stehen. Dass mir das hier zweimal gelungen ist, bedeutet mir sehr viel. Ein paar Mal war ich knapp dran – aber so ist unser Sport. Besonders schön war es, mit Zuccero zu gewinnen – vor heimischem Publikum, mit einem gekörten Holsteiner Hengst. Das war auch für Besitzer und Züchter ein großer Moment.“

Der Donnerstagmorgen hat nach der Feier um 8:00 Uhr pünktlich im Dressurviereck begonnen, mit dem Prix St Georges der CDI1*, Preis des Fritz Laabs Bürgerwindparks. Am Nachmittag folgt mit dem 31. Schauwettbewerb der Reitvereine ein echter Publikumsliebling, der Kreativität, Teamgeist und die regionale Verbundenheit eindrucksvoll widerspiegelt. Limitierte Tickets für die nahezu ausverkauften Veranstaltungstage gibt es aktuell noch online bei RESERVIX (https://vr-classics.reservix.de/) oder auch telefonisch und mit persönlicher Beratung unter der Hotline 04321-755421 und Email tickets@vr-classics.de. Stehkarten für die Veranstaltungshalle (Halle 1) und Flanierkarten für den Ausstellungsbereich sind online und an der Tageskasse erhältlich. 

Der NDR überträgt sowohl das Championat von Neumünster am Samstag, den 14.02.26 von 16:30-17:15 Uhr als auch den Großen Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken am Sonntag, den 15.02.26 von 16:00-17:00 Uhr.

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