Saudi-Doppelsieg, Christian Ahlmann als bester Deutscher Vierter im 1,5 Millionen GP in Doha
Sieger in Doha: Abdullah Alsharbatly. Foto: Doha Tour.

Saudi-Doppelsieg, Christian Ahlmann als bester Deutscher Vierter im 1,5 Millionen GP in Doha

Es war das große Highlight am Freitag in Doha: Der mit 1,5 Mio. Euro dotierte 5* Große Preis über 1,60m mit zwei Umläufen plus Stechen. Bereits vorher stand fest, dass die 13 besten Paare der 44 Starter für den zweiten Umlauf qualifiziert sind.

Titelverteidigerin Janne Friederike Meyer-Zimmermann ging aus deutscher Sicht als Erste an den Start und zeigte mit dem 11-jährigen Hengst Cellagon Cascais (v. Colestus) eine sichere Nullrunde. Als zweiter Deutscher kam Hansi Dreher mit seinem EM-Partner Elysium (v. VDL Zirocco Blue). Für die beiden lief es nicht wie erhofft, sie beendeten den Parcours mit vier Abwürfen. Direkt nach Hansi kam Christian Ahlmann mit dem United Touch S-Sohn Untouched LB. Als zweiter deutscher Reiter qualifizierte Ahlmann sich mit einer fehlerfreien Runde ebenfalls für den zweiten Umlauf. Aus deutscher Sicht folgten noch Philipp Weishaupt und Oreo D.R. (v. Kannan), die mit drei Abwürfen ins Ziel kamen, und Christopher Kläsener mit Popeye vd Bisschop (v. Lector vd Bisschop), der nach einem Abwurf auf einen schnellen 4-Fehler-Ritt ging und damit knapp die 1. Reserve wurde.

Mit insgesamt 13 fehlerfreien Ritten in der ersten Runde war dies eine Punktlandung. Noch mehr, nämlich 14 Paare beendeten den Parcours vorzeitig, gaben auf oder schieden aus, was belegte, wie technischen anspruchsvoll der Parcours gebaut war. Ludger Beerbaum brachte es auf den Punkt: „Um ins Stechen zu kommen, kommt es vor allem auf den Rhythmus und die Verbindung zwischen den Reitern und ihren Pferden an.“

Im zweiten Umlauf gingen dann neun der 13 Paare Doppelnull, darunter auch Christian Ahlmann und Janne Meyer-Zimmermann. Im Stechen legte Pieter Devos mit Casual DV Z (v. Cornet Obolensky) aus familieneigener Zucht als zweiter Starten 39,20 Sekunden vor und Christian Ahlmann versuchte mit Untouched LB die Zeit als dritte Starter direkt zu toppen. Doch es fehlten vier Hundertstel. Janne Meyer-Zimmermann erzählte vor dem Stechen: „Cellagon Cascais ist meine Nachwuchshoffnung. Wir haben ihn, seitdem er 5 Jahre alt ist, und ich habe mir viel Zeit gelassen, ihn aufzubauen. Dies ist das schwerste Springen, dass Cellagon Cascais bisher in seinem Leben gesprungen ist.“ Da durfte er im Stechen auch zwei Fehler machen, was am Ende Rang neun bedeutete.

Die letzten beiden Stechreiter gingen für Saudi Arabien ins Rennen und sortierten alles neu: Khaled Almobty und Abdullah Alsharbatly. Almobty legte mit seiner Stute Diana du Plevau Z (v. Dieu Merci van T & L) vor, flog an Peter Devos und Christian Ahlmann vorbei und ging in Führung mit 37,45 Sekunden. Aber Landsmann Alsharbatly konnte ihm mit der Baloubet du Rouet-Tochter Diriyah (ehemals Dubai du Cedre und davor geritten von Janne Meyer und Julien Epaillard) dann sogar noch mehr als eine Sekunde abnehmen und gewann als letzter Starter mit 36,29 Sekunden den Großen Preis in Doha.

Das gesamte Ergebnis HIER