Hannes Ahlmann und Tomma Thiesen fordern Koen Vereecke bei den VR Classics alles ab

Dieser Zwischenstopp hat sich nun wirklich gelohnt: Der Belgier Koen Vereecke hatte das Go bekommen, am kommenden Wochenende auf der Weltcup-Station in Göteberg zu starten – na ja, „und da lag Neumünster auf halbem Weg“. Mit breitem Grinsen erzählte er, wie es kam, dass er zum ersten Mal bei den VR Classics startete und die Premiere gleich mit einem Sieg im Stechen um das Championat von Neumünster krönte, einem Weltranglisten-Springen über 1,55m. Nach 34,12 Sekunden war er auf Quinoa de la Liniere (v. Mosito van het Hellehof) mit Doppelnull im Ziel, aber die junge Nachwuchs-Konkurrenz aus Schleswig-Holstein hatte ihm alles abgefordert.

Als Erste die 19-jährige Tomma Thiesen mit Django Riff (v. Diarado). „Ich sah Tommas Runde und wusste, es musste sehr schnell gehen“, erzählte Koen Vereecke. Sie selbst sagte hinterher zu ihrem Auftritt, „es war ein bisschen verrückt. Ich habe mich riesig gefreut, dass ich zum ersten Mal international starten durfte. Die ganze Familie ist da, alle meine Freunde.“ Es war für sie und ihr Pferd auch der erste Große Preis, und dann „sind wir das Stechen so angegangen, dass wir ja nichts zu verlieren hatten“. Es wurde am Ende Platz drei. Wen sie am Sonntag, getragen von ihrer Erfolgswelle in Neumünster, im Großen Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken satteln wird? Da lächelte die junge Amazone: „Da muss ich erst meinen Chef fragen“, Hinerk Köhlbrandt auf Fehmarn.  

Als letzter Starter flog dann der Vortages-Sieger im Weltranglisten-Springen, der auch erst 23-jährige Holsteiner Hannes Ahlmann, mit Madness (v. Kannan) durch den Stechparcours. Sein Heimpublikum unterstützte ihn lautstark – aber es reichte nicht ganz für den Sieg. Er schob sich mit 34,66 Sekunden zwischen Koen Vereecke und Tomma Thiesen auf Platz zwei. „Madness ist ja erst neun Jahre alt, wir haben heute versucht, den nächsten Schritt zu gehen. Ich war schon im Umlauf von ihm begeistert, und dann brodelte die Stimmung“, was ihn mehr animierte, als ursprünglich fürs Stechen geplant war. Aber jetzt habe Madness erst einmal wieder Pause, „man muss den Pferden Zeit geben“.  

Auf Platz vier folgte wieder ein Routinier: Michael Kölz mit Quinn Lord (v. Quintender).

Gastgeber Francois Kasselmann resümierte: „Das macht ja auch diese Veranstaltung aus, den jungen Talenten die Chance zu geben, sich mit den Erfahrenen zu messen.“

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