„Ich bin der glücklichste Mensch auf diesem Planeten.“ Paula de Boer-Schwarz Vierte beim Weltcup in Helsinki – Steve Guerdat sichert sich mit Sieg Finalticket

Paula de Boer-Schwarz ließ es als erste Starterin bei der letzten Weltcup-Etappe in Helsinki leicht aussehen: Im Sattel von ihrer Top-Stute My Miss Marple (v. Mylord Carthago) flog sie beinahe mühelos über diesen anspruchsvollen 1,60m Parcours und galoppierte am Ende unter großem Jubel fehlerfrei über die Ziellinie. Zur großen Freude der „Multitasking-Queen“, die ja nicht nur im Springsattel brilliert, sondern auch im Dressur- und Vielseitigkeitssattel super Leistungen abliefert, und zur großen Freude ihres glücklichen Trainers, Fabian Kühl. Das war spitze. Und auch im Stechen, zudem sich noch sechs andere Paare gesellten, blieben Paula und ihre My Miss Marple ohne Fehler und wurden am Ende sensationell Vierte im Weltcup.

„Ich glaube ich bin gerade der glücklichste Mensch auf diesem Planeten. Ich kann es selber noch gar nicht glauben. My Miss Marple hat so für mich gekämpft und sich dabei so gut angefühlt. Es fühlte sich an, als sei alles möglich und der ganze Ritt hat einfach von Anfang bis Ende nur Spaß gemacht. Ich habe sie schon so lange und ich liebe sie bis zum Mond und wieder zurück. Wir vertrauen uns einfach zu 100 Prozent und das macht mich unglaublich glücklich“, freute sich Paula de Boer-Schwarz nach ihrer super Runde im Umlauf.

Der Sieg an diesem Nachmittag in Helsinki ging an Steve Guerdat und einer Punktlandung von 38. Sekunden im Stechen. Er hatte diese Weltcup-Saison erst gar nicht im Plan, aber nach dem Sieg in Leipzig mit Iashin überlegte er neu.

„Iashin war im Umlauf heute tatsächlich etwas spooky und hat überall etwas geguckt. Eigentlich hatte ich mit dieser Weltcup-Etappe abgeschlossen, denn früher war Iashin nicht so gut in der Halle. Nachdem er in Leipzig gewonnen hat, habe ich gemerkt, oh, das geht doch und ich habe umgeplant. Jeder weiß, wie viel mir der Weltcup bedeutet, daher habe ich mir überlegt, es noch mal auf der letzten Weltcup-Etappe zu versuchen. Und es hat zum Glück alles geklappt“, freute sich Steve Guerdat, der das letzte Weltcup-Finale in Basel nach einer Verletzung am Rücken verpasst hatte.

Platz zwei auf dem Podium ging an die Norwegerin Oda Charlotte Lyngvaer mit Carabella vd Neyen Z (v. Carrera VDL), sie hatten Steve Guerdat noch bis zum Ende zittern lassen und war mit 38.04 Sekunden nur einen Hauch langsamer, als der Schweizer. Platz drei bei seiner Weltcup-Premiere sicherte sich der Belgier Viktor Daem mit Kavaliers Blue (v. VDL Zirocco Blue) vor eben Paula de Boer-Schwarz.

Das Stechen knapp verpasst hatten Patrick Stühlmeyer und sein lackschwarzer Baloutaire PS (v. Balou du Rouet) nach einem leichten Fehler im Umlauf, Platz 12 wurde es trotzdem noch. Ähnlich erging es Philipp Schulze Topphoff und Carla NRW (v. Comme il Faut) auf Platz 13.

Johanna Beckmann, die am Vormittag mit Alphajet DB (v. Arpeggio) noch Dritte in einem 1,45m-Springen in Helsinki wurde, kassierte zwei Abwürfe plus zwei Zeitfehler mit Emelie van de Mirania Stam (v. Emerald).

WELTCUP FINALE IM APRIL IN FORT WORTH

Für das Weltcup-Finale in Fort Worth (07. – 12.04.2026), für das sich die besten 18 Reiter qualifizieren, haben sich aus deutscher Sicht Daniel Deusser und Richard Vogel qualifiziert. Auch Patrick Stühlmeyer (20) und Philipp Schulze Topphoff (21) werden mit einem Q für qualified in der Liste geführt, bei der es in den vergangenen Jahren auch immer wieder Nachrücker gab, weil einige qualifizierte Reiter nicht antreten.

Das ganze Ergebnis: HIER

Die Liste der Qualifizierten für das Finale in Fort Worth: HIER