An diesem 30. März soll in Miami der Vorhang gelüftet werden, was sich hinter dem Logo PJL an Inhalt verbirgt, der „Premier Jumping League“. Aber so viel ist schon vorab durchgesickert:
Während die Global Champions Tour/League für 2025 ein Preisgeld von insgesamt 22 Millionen € ausschüttete und für 2026 einen Preisgeld-Etat von 36 Millionen € plante (wobei die erste Etappe in Doha samt Preisgeld dem aktuellen Krieg zum Opfer fiel), hat Frank McCourt der PJL insgesamt 300 Millionen US-Dollar zugesagt, allein 100 Millionen US-Dollar Preisgeld im ersten Jahr 2027.
KONKURRENZ ZUR GLOBAL TOUR
16 Teams sollen auf 14 Stationen rund um die Welt antreten – ausgewählt nach eigenen Angaben unter „250 der weltweit führenden Reiter“. Scott Brash, Lillie Keenan, Harry Charles, Ben Maher, Nina Mallevaey, Carlos Hank Guerreiro und Laura Kraut wurden schon in der Anwärmphase von PJL zitiert, Abdel Said, Cian O’Connor, Nicola Philippaerts, Sophie Hinners, McLain Ward haben die Collab angenommen. PJL, so wird verkündet, „führt ein bahnbrechendes Teamformat ein, das darauf ausgelegt ist, die Rivalität anzuheizen und dem Elite-Springreiten ein neues Maß an Dramatik zu verleihen“.
„Eine Olympische Goldmedaille ist großartig, aber damit kann ich meine Rechnungen nicht begleichen“, sagte Laura Kraut bei der PJL. Frank McCourt will, so sagt er, mit dieser höchstdortierten Liga auch dazu beitragen, „die langfristige finanzielle Sicherheit des Sports zu gewährleisten, während die Reiter sich voll und ganz ihrem Sport widmen und ihre Leistungsfähigkeit maximieren können“. Im Gespräch mit der Financial Times konkretisierte er, „dass der elitäre Charakter des Springreitens den Sport zurückgehalten hat und verhindert hat, dass er als Sport ernst genommen wird und ein breiteres Publikum für sich gewinnen kann“.
KOSTENFREIE TV-ÜBERTRAGUNG FÜR FANS
Frank McCourt, der für sein Engagement für den Schutz und die Würde der amerikanischen Pferde mit dem Horsepower Leadership Award ausgezeichnet wurde, will mit der PJL auch Nachwuchstalente fördern und ihnen durch Entwicklungs- und Akademieligen einen effektiven Weg in die PJL ebnen. Reitsport-Experten sollen alle Aktivitäten der PJL begleiten und sicherstellen, „dass wir die höchsten Standards für Reiter und Pferde einhalten“. Bei der Erstellung des weltweiten Turnierplans der Liga hat die PJL Veranstaltungsorte mit den besten Bedingungen für Pferde bevorzugt und die örtlichen klimatischen Gegebenheiten berücksichtigt. Die TV-Übertragungen sollen für die Fans kostenfrei sein.
