Heute geht es los: Die Startliste, alle Infos und warum Steve Guerdat beim Weltcup-Finale in Texas Geschichte schreiben könnte!
Steve Guerdat, hier mit Iashin Sitte beim Sieg in Helsinki, könnte seinen vierten Weltcup-Titel in Texas gewinnen und Geschichte schreiben. Foto: FEI

Heute geht es los: Die Startliste, alle Infos und warum Steve Guerdat beim Weltcup-Finale in Texas Geschichte schreiben könnte!

Heute wird es für die Springreiter beim Weltcup-Finale in Fort Worth ernst: In der Dickies Arena steht um 21 Uhr deutscher Zeit (14 Uhr Ortszeit) die erste Prüfung auf dem Programm. In dem Zeitspringen über maximal 1,60m werden bei jedem Fehler 3 Strafpunkte hinzu addiert.

Als erster deutscher geht Patrick Stühlmeyer mit dem 15-jährigen Baloutaire PS (v. Balou du Rouet) als 14. Paar an den Start. Es folgen Richard Vogel und Gangster Montdesir (v. Kannan) als 26., Rene Dittmer und Cody als 28. und Daniel Deusser mit Otello de Guldenboom (v. Tobago Z) als 29. Paar.

EHEMALIGE SIEGER und warum STEVE GUERDAT GESCHICHTE SCHREIBEN KÖNNTE

Daniel Deusser weiß, wie sich ein Worldcup-Sieger fühlt. Er hat das Finale 2014 im Sattel von Cornet d’Amour gewonnen. Bereits drei Weltcup-Siege auf dem Konto hat Steve Guerdat. Der Schweizer tritt in diesem Jahr mit Albführen’s Iashin Sitte (v. Bamako de Muze) an. Mit dem Fuchs hat Guerdat die letzte Etappe der aktuellen Weltcup-Saison in Helsinki gewonnen und er könnte in Texas einen vierten Weltcup-Final-Sieg zu seiner Serie hinzufügen. Vier Siege hat bisher noch kein Reiter geschafft. Steve Guedat könnte sich also in Texas am Sonntag mit einem vierten Sieg in die Geschichtsbücher eintragen.

Die Liste der Weltcup-Siege mit 3 Titel ist dagegen schon etwas länger: 3 Weltcup-Siege errang zum Beispiel Hugo Simon. Der für Österreich startende Springreiter war 1979 mit Gladstone in Göteborg der erste Weltcup-Sieger. 1996 und 1997 gewann er erneut, diesmal mit seinem legendären E.T. FRH.

In den Jahren 1998, 1999 und 2000 dominierte Rodrigo Pessoa das Worldcup-Finale. Im Sattel von Baloubet du Rouet konnte der Brasilianer den Weltcup drei mal in Folge gewinnen. Ein ähnliches Kunststück gelang Meredith Michaels-Beerbaum mit Shutterfly und drei Weltcup-Siegen (2005, 2008, 2009). Auch Marcus Ehning konnte das Weltcup-Finale schon drei Mal für sich entscheiden (2003 mit Anka, 2006 mit Sandro Boy und 2010 mit Plot Blue und Noltes Küchengirl).

Die meiste Siege gehen mit 11 Titeln übrigens an die USA, gefolgt von Deutschland mit insgesamt 10 Weltcup-Siegen und der Schweiz mit sechs Siegen.

ZEITPLAN

Die zweite Longines FEI Jumping World Cup-Final Prüfung – eine 1,60m-Prüfung mit Stechen – findet am Freitagabend 19.00 Uhr Ortszeit statt. Alle für den Longines FEI Jumping World Cup qualifizierten Reiter, mit Ausnahme derjenigen, die im ersten Springen am Donnerstag ausgeschieden sind oder aufgegeben haben, sind startberechtigt.

Der Samstag ist ein Ruhetag für die Teilnehmer des Longines FEI Jumping World Cup Finals. Am Sonntag wird der Sieger des Longines FEI Jumping World Cup 2026 nach einem hoffentlich spannenden Finale gekürt. Das Springen über 1,60m geht über zwei Runden und beginnt um 12.00 Uhr Ortszeit, Runde zwei startet gegen 15 Uhr Ortszeit.

Das Format

In den ersten beiden Wettkämpfen besteht das Ziel darin, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Der Sieger jeder Klasse erhält Punkte basierend auf der Gesamtzahl der Starter im ersten Wettkampf sowie einen Bonuspunkt. Die Punktzahl verringert sich dann für jeden nachfolgenden Platz um einen Punkt.

Beständigkeit ist das A und O. Jeder Reiter, der in den ersten Runden dieser beiden Tage aufgibt oder ausscheidet, erhält keine Punkte, was die Titelhoffnungen praktisch zunichte macht. Nach dem zweiten Wettkampf werden die Gesamtpunkte in Strafpunkte für den letzten Tag umgewandelt. Der Führende (der Reiter mit den meisten Punkten) erhält eine Wertung von 0 Strafpunkten. Für den Rest des Feldes wird der Abstand zwischen ihren Punkten und der Wertung des Führenden mit einem Koeffizienten von 0,50 multipliziert. Dies bestimmt die Strafpunktzahl für das Finale.

Im Laufe des Turnier-Wochenendes wird das Teilnehmerfeld auf die Allerbesten reduziert: Nur die 30 besten Paare der ersten beiden Prüfungen qualifizieren sich für den dritten und letzten Wettkampf. Nach der ersten Runde am Sonntag ziehen nur die 20 besten Paare in die zweite und entscheidende Runde ein.
Das Finale am Sonntag bietet allerdings noch eine Besonderheit: Jeder Reiter, der in der ersten Runde am Sonntag fehlerfrei war, darf in die zweite Runde zurückkehren, auch wenn er nicht unter den Top 20 der Gesamtwertung steht. Zwar haben diese Reiter keine Chance mehr auf den Gesamtweltcup-Titel, können aber weiterhin um die Platzierungen in der Einzelwertung und das für diesen Tag ausgelobte beträchtliche Preisgeld von 300.000 Euro kämpfen.

Die Rechnung am Sonntagnachmittag ist ganz einfach: Der Reiter, der alle drei Prüfungen mit der geringsten Gesamtzahl an Strafpunkten absolviert, wird zum neuen Longines FEI Jumping World Cup Champion gekürt.

Übertragung auf: FEITV clipmyhorse und im Livestream bei Sportschau.de (am 12. April)

DIE STARTLISTE für DONNERSTAG: HIER