Mit über vier Sekunden Vorsprung: Christian Kukuk triumphiert im BSC Energie Championat in Hohen Wieschendorf vor Laura Klaphake

Er gehörte bei vielen Zuschauern zu den Favoriten, und er wurde seiner Rolle gerecht: Der Olympia-Sieger Christian Kukuk hat sich im Sattel der erst neunjährigen Stute Viki van Gogh (v. Van Gogh) den Sieg im CSI4* BSC Energie Championat über zwei Runden und 1,55m in Hohen Wieschendorf gesichert. Mit über vier Sekunden Vorsprung war er der Konkurrenz in dem technisch sehr anspruchsvollen Parcours davon galoppiert.

„Das ist bisher unser größter Erfolg in der gemeinsamen Laufbahn. Viki van Gogh ist erst neun Jahre alt, ein sehr intelligentes Pferd, die eine tolle Einstellung hat und diesen Sport liebt und machen will. Ich kenne sie seit drei Jahren und eigentlich auch schon etwas länger. Sie war früher mit Philipp Hartmann auf Jungpferde-Turnieren unterwegs, und ich hatte schon immer ein Auge auf sie geworfen. Sie hat sehr spezielle Qualitäten, die wir in unserem Sport brauchen. Dann habe ich sie siebenjährig übernommen und konnte dann auch Sponsoren für sie finden, damit sie auch wirklich für mich gesichert ist und ich einen langfristigem Plan mit ihr entwickeln konnte. Dieser Plan hat uns heute nach Hohen Wieschendorf getragen. Ich bin wirklich beeindruckt, in welcher Art und Weise die Stute ihr erstes 1,55m Springen gewonnen hat. Das macht mich stolz, weil ich das immer schon in ihr gesehen habe. Ich bin mir sicher, dass sie ein ganz besonderes Pferd werden kann. Darauf freue ich mich, aber jetzt genieße ich erst mal heute und dass wir uns auf diesem Lebel bewiesen haben“, freute sich Christian Kukuk nach seinem Sieg. Die besten 15 Paare hatten sich nach fehlerfreien Runden oder mit einem Zeitfehler für die zweite Runde qualifiziert.

Platz zwei ging an Laura Klaphake und ihren VDL Quizano van’t Merelsnest (v. Diamant de Semilly). Dabei hatte sie eigentlich gezögert und wollte erst gar nicht reiten. Zum Glück hat sie es doch getan. „Ja, Quizano ist ja schon gestern so gut gesprungen und war dann fehlerfrei im Umlauf, und Morgen soll er eigentlich auch noch mal gehen. Daher hatte ich kurz überlegt , die zweite Runde nicht zu reiten, damit wir für Morgen Kraft sparen. Aber er fühlte sich so gut an, und wer weiß, was morgen ist, und jetzt freue ich mich umso mehr“, strahlte Laura Klaphake gegenüber spring-reiter.de.

Platz drei ging nach Ungarn, an Peter Szuhai mit Corbluecenta (v. Balou du Reventon), vor dem Norweger Johan-Sebastian Gulliksen und Colonello (v. Colestus). Platz fünf sicherte sich Christian Hess im Sattel von Zafir (v. Zinedine), ihm folgte Steve Guerdat mit seinem neunjährigen Neuzugang Hadj de Bliniere (v. Carpe Diem JF Champblanc).

Für Christian Kukuk ist die DKB Pferdewoche seit drei Jahren ein fester Bestandteil in seinem Turnierkalender. „Ich weiß noch genau, wie ich in Amerika in Wellington auf dem Turnier war und mein Telefon geklingelt hat und Ennos Name da drauf. Er hat eigentlich auch gar nicht richtig einen Zweifel zugelassen. Du kommst ja wieder dieses Jahr, oder? Und dann habe ich gesagt, ja klar, das werde ich auf jeden Fall versuchen. Ich glaube, da spreche ich ein bisschen für alle, wir fühlen uns einfach so sehr wohl hier auf diesem Turnier. Ich bin vor drei Jahren das erste Mal hier gewesen. Und man hat das Gefühl, es wird jedes Jahr noch irgendwie ein bisschen besser. Das sieht man schon an der Tatsache, dass jetzt Reiter wie Steve Guerdat hierher kommen. Auch wenn sie, wie in seinem Fall, etwas weiter fahren müssen. Ich hatte mit ihm in Aachen letzte Woche gesprochen, ihn nach seinem Turnierplan gefragt, und er sagte: Ich bin nächste Woche in Hohen Wieschendorf. Ich war erstaunt, fand es super, und ich habe ihn gefragt, wie er darauf gekommen ist, und er meinte, er hätte so viele positive Empfehlungen bekommen. Das zeigt, wie beliebt das Turnier ist.“ ,

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