Die letzten Nationenpreis-Entscheidungen im Springstadion der Future Champions 2026 sind gefallen. Während sich Großbritannien bei den Ponyreitern durchsetzte, sicherte sich Italien den Sieg im Nationenpreis der Children und rundete damit ein äußerst erfolgreiches Wochenende für die italienische Nachwuchsequipe ab.
Britische Ponyreiter bleiben fehlerfrei
Der CSIOP FEI Jumping Nations Cup Youth, präsentiert von der Zeltverleih Kortkamp GmbH, wurde zur Demonstration britischer Stärke. Acht Nationen schickten eine Mannschaft ins Rennen, doch am Ende führte kein Weg an der Equipe aus Großbritannien vorbei. Die Briten beendeten beide Umläufe ohne einen einzigen Strafpunkt und sicherten sich damit souverän den Nationenpreis-Sieg vor Irland und Schweden. Maßgeblichen Anteil daran hatten Amy Capper mit Oscar van de Beekerheide, Cora Dowey mit Armene du Costilg sowie Lucia Nicole Caroline mit Holly Blue, die allesamt Doppelnullrunden ablieferten. Komplettiert wurde das Siegerteam von Raphaela Dawson mit Woody Allen van Duyversputten, deren fehlerfreie Runde im ersten Umlauf ebenfalls zum Mannschaftserfolg beitrug.
Entsprechend zufrieden zeigte sich Teamchefin Clare Whitaker: „Die Reiter verfügen über großartige Ponys und bringen die richtige Einstellung mit. Sie sind ruhig geblieben und haben ihre Aufgabe hervorragend gelöst. Zwei von ihnen sind noch sehr jung, deshalb freut mich diese Leistung besonders. Heute hat einfach alles zusammengepasst.“
Whitaker verbindet mit den Future Champions eine lange Geschichte: „Ich komme schon seit vielen Jahren nach Hagen. Damals war Francois Kasselmann selbst noch bei den Children und Jungen Reitern unterwegs. Das Stadion war damals noch ein Rasenplatz. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich diese Veranstaltung entwickelt hat.“ Was sie ihren Reitern vor dem ersten Start in Hagen mit auf den Weg gibt? „Dass sie sich auf ein hervorragend organisiertes Turnier mit besten Bedingungen freuen können. Ich sage ihnen immer: Gebt einfach euer Bestes.“
Die irische Mannschaft um Saoirse O’Neill (Barravalley Glory), Sam Widger (BP Bon Jovi), Jack Dore (K-Little Hero) und Ted Fagan (Ballyfore Rosie) blieb den Briten dicht auf den Fersen. Lediglich zwei Zeitstrafpunkte aus dem ersten Umlauf verhinderten den Sieg. Bronze ging an Schweden mit vier Strafpunkten. Für die deutsche Mannschaft verlief der Nationenpreis hingegen nicht nach Wunsch. Das Team musste sich mit dem vorletzten Rang begnügen.
Italien holt drittes Edelmetall im Springstadion
Deutlich besser lief es aus deutscher Sicht im Nationenpreis der Children präsentiert von der Reitsportmarke Covalliero. Die U14-Reiter belegten gemeinsam mit Irland und den Niederlanden den geteilten zweiten Rang mit jeweils vier Fehlerpunkten. Den Sieg sicherte sich jedoch die italienische Mannschaft, die damit nach Gold bei den Junioren und Silber bei den Jungen Reitern bereits ihre dritte Medaille im Springstadion gewann.
Das Team von Equipechef Piero Coata zeigte über beide Umläufe bemerkenswerte Konstanz. Lorenzo Spaggiari mit Ilo-Blue van Wegen, Bruno Marvaso auf Graceandfire de Lure, Lisa Gaudiano mit Diatosia PS und Margherita Di Franco auf Honeymoon leisteten sich insgesamt lediglich zwei Abwürfe, die als Streichergebnis gewertet wurden. Damit stand am Ende die makellose Bilanz von null Strafpunkten in der Wertung. Coata zeigte sich entsprechend glücklich: „Natürlich hatten wir auf ein gutes Ergebnis gehofft. Dass es am Ende zum Sieg reicht, freut uns umso mehr.“
Auch die deutschen Children überzeugten mit starken Leistungen. Mila Osing mit Capitaine, Mary-Ann Hollenbach mit Falitha Sheila und Grace Isabelle Kühner mit Rassina-M blieben im zweiten Umlauf allesamt fehlerfrei. Joelle Sprehe mit Starlinda trat zum zweiten Umlauf nicht mehr an. Bundestrainer Eberhard Seemann zog ein positives Fazit: „Die Children haben sich sehr gut geschlagen. Am Ende war die Entscheidung unglaublich knapp. Die Leistungsdichte in Europa ist in dieser Altersklasse enorm hoch. Wenn man sieht, dass im zweiten Umlauf gleich vier Mannschaften ohne Fehler geblieben sind, erkennt man, wie eng alles beieinander liegt. Da kann ein einzelner Fehler schnell den Unterschied machen.“
Blick auf die Gesamtwertung
Mit dem Sieg in Hagen a.T.W. beendete Großbritannien die Saison auf Rang zwei der FEI Jumping Nations Cup Youth Series bei den Ponyreitern. Die Gesamtwertung gewann Irland vor Großbritannien und den Niederlanden. Bei den Children sicherten sich die Niederlande den Gesamtsieg der Serie. Polen belegte Rang zwei, Deutschland komplettierte die Top drei. Damit endeten die Spring-Nationenpreise der Future Champions 2026 mit hochklassigem Sport, knappen Entscheidungen und zahlreichen wichtigen Erkenntnissen für die anstehenden Nachwuchs-Europameisterschaften. Sämtliche Prüfungen werden zudem live und on demand auf ClipMyHorse.TV sowie FEI.TV übertragen. Starterlisten, Live-Ergebnisse und Mannschaftsaufstellungen stehen unter www.future-champions.de zur Verfügung.
