Parcours betreten, alle abgehängt und überlegen gewonnen: So könnte man den Sieg von Max Kühner mit seinem EIC Up Too Jacco Blue (v. Chacco-Blue) kurz zusammen fassen. Und kurz war auch der Auftritt des für Österreich startenden Kühner im Stechen um den Sieg im Longines Global Champions Tour Grand Prix von Paris. Aber der Reihe nach…
Nur sechs Paare hatten den technisch anspruchsvollen Grand Prix Parcours über 1,60m vor dem Pariser Eiffelturm ohne Stangenkontakt und in der erlaubten Zeit absolviert. Als Erste bezwangen Christian Ahlmann und sein überragend springender United Touch S-Sohn Untouched LB den Parcours und ließen es zudem leicht aussehen. Im Stechen mussten Ahlmann und sein erst zehnjähriger Westfale folgerichtig als Erste vorlegen. Ahlmann pilotierte seinen talentierten Braunen ein zweites Mal fehlerfrei durch den Kurs, ging allerdings nicht das allerletzte Risiko. Untouched LB wächst gerade erst in diese schweren Springen hinein. 40.29 Sekunden waren aber erst mal das Maß der Dinge.
Lillie Keenan und ihr KWPN-Wallach Fasther (v. Vigo) folgten Ahlmann als Zweite im Stechen – uns sie waren mit 39.91 Sekunden auch schneller, blieben aber nicht fehlerfrei und rutschten auf Platz fünf.
Anschließend „schaltete“ Max Kühner mit seinem EIC Up Too Jacco Blue im Stechen in den „Kick Down Modus“, meisterte engste Wendungen, erwischte alle Hindernisse im Fluss und war bereits nach blitzschnellen 38.36 Sekunden im Ziel. Das war der verdiente Sieg, den ihm am Ende auch Denis Lynch mit seinem 17-jährigen Holsteiner Cordial (v. Casall) nicht mehr streitig machen konnte, auch wenn er es durchaus versuchte. 39.89 Sekunden reichten für Platz zwei auf dem Podium in Frankreich. Der dritte Platz blieb im Land und ging an Olivier Perreau und GL Events Dorai d’Aiguilly (v. Kannan). Vierte wurden Christian Ahlmann und seine große Nachwuchshoffnung Untouched LB.
„Es ist schon lange her, dass ich einen Grand Prix gewonnen habe, daher freue ich mich besonders. Auch weil der Besitzer des Pferdes heute hier ist und Geburtstag hat. Das ist natürlich ein schönes Geschenk“, verriet Max Kühner nach seinem Sieg. 101.838 Euro gab es als Preisgeld für eine schöne Feier noch obendrauf.
Ebenfalls noch platzieren konnten sich Sophie Hinners und Iron Dames Combella (v. Cornet du Lys) mit einem Abwurf im Umlauf auf Rang elf.
Die LGCT-Tour wird im Zwischen-Ranking von Abdel Said angeführt. Max Kühner hat sich jetzt auf Platz zwei vorgearbeitet. Katrin Eckermann logiert derzeit auf Rang drei.
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