Die Westfälische Sommer-Auktion hielt an diesem Nachmittag 41 Reitpferde für Dressurviereck und Springparcours zum Kauf bereit. Zum Durchschnittspreis von 18.162 Euro konnten 83 Prozent der angebotenen Pferde einen neuen Besitzer finden. Teuerste Offerte des Tages war die Caressini-Tochter Cellini. Für 48.000 Euro fand sie ihr neues zu Hause in Belgien.
Knapp zwei Wochen waren die 41 Auktionskandidaten am Westfälischen Pferdestammbuch eingestallt, um hier von der interessierten Kundschaft besichtigt und ausprobiert werden zu können. Vom vielversprechenden Nachwuchspferd, das erst seit kurzer Zeit unter dem Sattel ist, bis hin zum erfahrenen Sportpartner für den direkten Turniereinsatz war das Lot vielseitig und breit aufgestellt. Bereits seit Donnerstag war das Bieten auf die Auktionskandidaten möglich. Das Interesse der Kundschaft, vor allem aus dem Ausland, war gut. Das finale BidUp startete dann am heutigen Sonntag um 14 Uhr.
Von den angebotenen Nachwuchspferden für Dressurviereck und Springparcours fanden 34 am heutigen Nachmittag einen neuen Besitzer. Mit einem Durchschnittspreis der verkauften Pferde von 18.162 Euro erzielte das Westfälische Pferdestammbuch einen Gesamtumsatz von 617.500 Euro. Zehn der verkauften Pferde erzielten einen Zuschlagspreis über 20.000 Euro. Gefragt waren die Nachwuchspferde aus Westfalen auch außerhalb von Deutschland. 16 werden ihre Reise über die deutsche Grenze antreten.
Zum Spitzenpreis der gesamten Auktion avancierte ein erfahrenes Pferd aus dem Springlager. Die Kopfnummer 9 Cellini v. Caressini/Almox Prints J (Z.: Ivo Auer, Wangen; Ausst.: Beerbaum Stables GmbH, Hörstel) kann bereits zahlreiche internationale Platzierungen vorweisen. Beste Voraussetzungen für die neuen Besitzer aus Belgien, um die Turniersaison 2026 erfolgreich fortzuführen. Nach 33 Geboten erhielten Stammkunden den Zuschlag für 48.000 Euro. Die elf verkauften Springpferde waren der internationalen Kundschaft durchschnittlich 18.545 Euro wert.
Unter den Dressurpferden trabte gleich die Kopfnummer 1 zur Preisspitze. Nach 38 Geboten von zehn Bietern aus vier verschiedenen Ländern, hatten Kunden aus Italien den längsten Atem. Franc v. Franze/Beltoni (Z.: Nina Sixtensson, Schweden; Ausst.: Erika Novak, Slovenien) entspringt dem Mutterstamm des international erfolgreichen Grand Prix Pferdes Weltissimo von Hubertus Schmidt. Zum Zuschlagspreis von 37.000 Euro wird der dreijährige Hengst nach Italien reisen. Ebenfalls die 30.000 Euro-Marke knackte unter den Dressurpferden die Kopfnummer 16. Duplo v. Dimaggio Black/Quaterback (Z.: Dr. Christiane Busch, Frankreich; Ausst.: Frank Sierwald, Stade) überzeugte in der gesamten Auktionszeit mit viel Bewegungsqualität und top Rittigkeitswerten. 32.000 Euro war der charmante Dunkelfuchs Kunden aus Frankreich wert. Die 23 verkauften Dressurpferde erzielten einen Durchschnittspreis von 17.978 Euro.


