Ludger Beerbaum klatschte begeistert Beifall und nahm am Ende strahlend den Sieger ganz fest in die Arme: Christian Kukuk hatte sich mit seinem Olympiasieg-Partner Checker (v. Comme il Faut) im Stechen um den Longines Grand Prix in London, der mit 1 Million Euro Gesamtpreisgeld ausgeschrieben war, gerade in Bestform gezeigt. Scott Brash hatte auf Hello Folie (v. Luidam) mit fehlerfreien 42,32 Sekunden zuvor eine Traumzeit vorgelegt und schien der sichere Sieger zu sein. Doch dann legte das deutsche Paar noch eine Schippe drauf und verhinderte mit 42,14 fehlerfreien Sekunden den britischen Heimsieg. Zudem war es die Titelverteidigung, denn auch im Vorjahr hatte das Paar im Stechen vor der Kulisse mit dem königlichen Veteranen-Hospital den Sieg geholt.
Ein glücklicher Christian Kukuk sagte hinterher: „Ich bin so, so, so glücklich. Ich habe das Turnier letztes Jahr gewonnen, und es ist immer etwas Besonderes, wenn man zweimal hintereinander gewinnt. Ehrlich gesagt war es ein bisschen die gleiche Situation wie letztes Jahr. Ich sah Scott und wusste wieder: Ich muss loslegen. Das sind die Momente, in denen dieses Pferd einfach herausragend und etwas Besonderes ist, denn es kann es gewissermaßen riechen und spüren – und dann macht es einfach Dinge, die herausragend sind. Ich finde, die Art und Weise, wie ich bis zum Schluss geritten bin, war unglaublich – dass er es noch geschafft hat, darüber zu springen. Deshalb ist er eines der besten Pferde der Welt. Zurück an diesem unglaublichen Austragungsort zu sein, hier den Sieg zu holen – die Geschichte, das Publikum – besser könnte es wirklich nicht sein.“
Aus deutscher Sicht gab es an diesem heißen Sonntag an der Themse noch viel mehr Grund zur Freude, nachdem es vier von ihnen in das Stechen der 14 Qualifizierten geschafft hatte. Sandra Auffarth, dritte Starterin im Stechen, wurde mit Quirici H (v. FRH Quaid) Vierte hinter Harry Charles auf Ballypatrick Tiberius (v. Caligula). Sie hatte damit den vor ihr gestarteten Maximilian Weishaupt mit Zuccero HV (v. VDL Zirocco Blue) auf Platz fünf geschoben. Und dann komplettierte Christian Ahlmann auf seinem zehnjährigen Untouched LB (v. United Touch S) das deutsche Doppelnull-Quartett noch als Sechster. Er war letzter Starter, und ganz offensichtlich wollte er aus seinem jungen Partner noch nicht das Letzte herausholen.
Auch King Edward (v. Edward) meldete sich an diesem Nachmittag zurück auf der ganz großen Bühne. Henrik von Eckermann steuerte ihn fehlerfrei in dem CSI5* über die 1,60m Meter hohen Hindernisse ins Stechen, aber dort fielen dann zwei Stangen.
Das komplette Ergebnis hier


