Auf der Überholspur: Richard Vogel & Gangster Montdesir siegen im Rolex Grand Prix in Brüssel – Daniel Deusser Dritter

In einer Disziplin ist Richard Vogel tatsächlich langsamer als seine Kollegen: Im Champagner-Flaschen-Öffnen braucht der 29-jährige definitiv noch viel Nachhilfeunterricht, wenn er nicht wieder so nass werden will wie heute. Aber das war auch der einzige Wermutstropfen für Richard Vogel an diesem Nachmittag in Brüssel. Gerade hatte er als letzter Starter im Stechen mit Gangster Montdesir (v. Kannan) den Rolex Grand Prix für sich entschieden, einen neuen Audi Avant im Wert von 100.000 Euro plus 50.000 Euro Preisgeld gab es inklusive.

Schon im Umlauf zählte Richard Vogel mit Gangster Montdesir zur den überschaubaren fünf Reitern, die den Umlauf-Parcours ohne einen einzigen Fehler absolvierten. In Runde zwei waren dann die zwölf Besten noch einmal startberechtigt. Darunter auch Daniel Deusser und seine Riesenbeck-Grand-Prix-Zweite, Pepita van’t Meulenhof BR (v. El Torreo de Muze), die einen ärgerlichen Netzroller kassiert hatten, dafür aber sehr schnell waren. In Runde zwei blieb bei den Beiden dann alles liegen und die Zeit war mit 43.01 auch super, so dass Deusser und seine Fuchs-Stute erst einmal in Führung gingen. Die hielt auch eine Weile, bis der Brasilianer Edouardo Pereira de Menezes als vorletzter Starter in den Parcours ritt. Mit H5 Londontime (v. Hummertime) blieb er erneut fehlerfrei und unterbot Deussers Zeit nach 42.85 Sekunden.

Dann waren Richard Vogel und sein „Gangster“ an der Reihe. Und war der Brasilianer auf den ersten Linien noch etwas flotter unterwegs, machte Vogel von Hindernis zwei zu Hindernis drei ordentlich Boden gut, holte auf, ja überholte den Konkurrenten. Nach 42.34 Sekunden stoppte die Uhr und ein weiterer Rolex Grand Prix in diesem Jahr, nach den Dutch Masters und Aachen, konnte zur Erfolgsbilanz hinzugefügt werden. Der Brasilianer freute sich über Platz zwei und Daniel Deusser wurde Dritter auf dem Podium.

„Ich bin natürlich sehr stolz auf Gangster. Er ist von Natur aus sehr schnell. Er war im Stechen total bei mir und hat richtig gut gekämpft und einfach keine Sekunde liegen lassen“, freute sich der Sieger, für den es in zwei Wochen nach Spruce Meadows in Kanada geht. Dort will er seinen nächsten Triumph in Angriff nehmen. Der prestigeträchtige Rolex Grand Slam ist nach den Siegen bei den Dutch Masters und dem Sieg in Aachen zum Greifen nahe. „Scott Brash hat gezeigt, dass es möglich ist. Und natürlich ist das jetzt auch mein Ziel mit United Touch S. Er ist in Höchst-Form. Ich muss ihn einfach nur gut reiten.“

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