Nur drei kamen durch: Lillie Keenan schlägt Sophie Hinners und Ben Maher in Spruce Meadows

Was war das für ein verflixter Parcours im Cana Cup über 1,55m mit Stechen in Spruce Meadows: Lange waren Sophie Hinners und ihr Iron Dames My Prins (v. Zilverstar T) die Einzigen, die den Parcours ohne Abwurf und vor allem ohne Zeitfehler bezwungen hatten. In dem Springen, wo sich Starkregen und Sonne abwechselten, sah es sogar schon so aus, als würde ein Stechen gänzlich ausfallen. Angesichts des starken Teilnehmerfeldes hatte der Parcours-Designer Leopoldo Palacios einen anspruchsvollen Parcours für die 54 Paare aufgebaut. Die Zeit war von Beginn an knapp bemessen, Doch zum Ende hin sollte doch noch mal Spannung aufkommen. Ben Maher und der von Marco Kutscher übernommene Holsteiner Catelly (v. Catalido) sowie Lillie Keenan und ihr Hengst Kick On (v. Warrior) gesellten sich zu Sophie Hinners in einem Stechen dazu.

„Der Druck war groß“, gab Lillie Keenan im Anschluss zu. Mit einer Zeit von 41.03 Sekunden im Stechen war sie noch einmal deutlich schneller unterwegs, als ihre Konkurrentin Sophie Hinners, die mit Iron Dames My Prins 43.78 Sekunden für den Parcours benötigte. Nicht auf Sieg ritt Ben Maher mit Catelly. Zwar blieben diese beiden ebenfalls ein weiteres Mal fehlerfrei, ließen die Uhr aber erst nach 47.11 Sekunden stoppen. Mit dem Sieg sicherte sich Lillie Keenan auch ein Startplatz für den Großen Preis am Sonntag.

„Was unseren Sport so besonders macht, ist, dass er auch eine Kunst ist. Es geht um das Zusammenspiel von Pferd und Reiter, und das muss man unter Zeitdruck schaffen,“ fasste es die Siegerin anschließend zusammen.

Ebenfalls gut platzieren konnten sich André Thieme und seine DSP Chakaria mit einer schnellen Runde auf Rang acht. Ein Netzroller hatte für diese beiden eine Teilnahme am Stechen verhindert am großen Wasser gab es diesmal gar keine Probleme.

Auf Platz neun mit ebenfalls einem Abwurf sprangen Daniel Deusser und seine Pepita van’t Meulenhof BR (v. El Torreo de Muze).

Richard Vogel und sein Cloudio kassierten ebenfalls eine Stange auf der Schlusslinie und kamen zudem noch mit einem ärgerlichen Zeitfeheler ins Ziel. So wurde es Platz 14. Mit United Touch S kam der Weltranglistenerste am Donnerstag mit zwei Abwürfen ins Ziel. Die Zeit reichte ebenfalls nicht – das war in der Trainingsrunde vor dem Großen Preis am Sonntag aber auch egal. Die Anwärter auf den Rolex Grand Slam am Sonntag sind ja sowieso längst qualifiziert.

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