Ludger Beerbaum: “Eine große Chance, meine Pläne mit starker Unterstützung voranzutreiben“
Die Zukunft im Blick: Ludger Beerbaum. Foto: LBStables

Ludger Beerbaum: “Eine große Chance, meine Pläne mit starker Unterstützung voranzutreiben“

eingetragen in: Allgemein | 0

Die Gründung der neuen Global Equestrian Group – in der die Unternehmen Helgstrand Dressage (Dänemark) und Ludger Beerbaum Stables angesiedelt sind – und die von der unabhängigen Private Equity-Investment-Gesellschaft Waterland unterstützt wird, bietet aus Sicht von Ludger Beerbaum enorme Möglichkeiten für die Zukunft.

Ludger Beerbaum übernimmt in der Gruppe die Verantwortung für den Bereich Springsport, dem neben dem Bereich Dressur, unter der Führung von Andreas Helgstrand, noch weitere Geschäftsfelder folgen werden.

„Für mich ist die Zusammenarbeit mit einem neuen strategischen Partner eine große Chance, ein neues Kapitel aufzuschlagen und meine Pläne mit starker Unterstützung voranzutreiben“, sagt Ludger Beerbaum. „Ich gebe mein Unternehmen ab, bleibe aber als Geschäftsführer an Bord. Damit wird mein Lebenswerk geordnet und sicher weitergeführt, mit dem Unterschied, dass ich nicht mehr allein dafür verantwortlich bin. Das Heft behalte ich weiterhin in der Hand.“

Für Ludger Beerbaum, der nach den Olympischen Spielen von Rio 2016 den Rückzug aus dem deutschen Nationalkader bekanntgegeben hat, bietet sich jetzt die Gelegenheit, auf Wachstum zu setzen und geplante Projekte in Riesenbeck zu realisieren.

Im September sollen die Europameisterschaften der Springreiter im Pferdesportzentrum Riesenbeck International stattfinden. Dieses internationale Großereignis profitiert bereits von der neuen Partnerschaft. Nun kommen die Teilnehmer in den Genuss von 300 festen Stallungen, neuen Außenplätzen und baulichen Veränderungen, die im Frühjahr begonnen werden. Dafür wird auch das angrenzende Flüsschen, die Bevergerner Aa, eine Renaturierung erfahren.

Veränderungen erfährt auch die Konstellation der bisherigen Unternehmensteile: Die vom 57 Jahre alten Rekord-Nationenpreisreiter Beerbaum gegründete Ludger Beerbaum Stables gehen gemeinsam mit dem Pferdesportzentrum Riesenbeck International, dem Sport- und Handelsstall sowie der Hengststation unter das Dach der neuen Unternehmensgruppe.  

In der neuen Struktur wird es darum gehen, Synergien in der Zusammenarbeit mit allen Partnern zu nutzen, aber auch Ludger Beerbaums über viele Jahre im Top-Sport gewachsene Philosophie in neuer Form weiterzuführen.

„In der Hengststation werden wir weiterhin auf unsere international erfolgreichen Sportpartner als Vererber setzen. Mit diesem Prinzip habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Ludger Beerbaum. „Diese Strategie wollen wir in unserer Hengststation weiterverfolgen und damit den Züchtern Hengste anbieten, deren Entwicklung und Eigenleistung sie meist über viele Jahre im Springsport miterleben konnten.“ Dieses schließt dann auch die Zeit nach dem aktiven Sport ein. So ist Goldfever, der inzwischen 30. Geburtstag feiern konnte und noch immer fit im Außenpaddock steht, ein Sinnbild dieses Werdegangs für Ludger Beerbaum und sein Team.

Im Pferdesportzentrum Riesenbeck International wird es – wie schon seit sechs Jahren stetig wachsend – Turniere und Events geben, die vielen Reitern die Möglichkeit zur Präsentation ihrer Pferde bieten werden. „Ein wichtiger Bereich wird nun auch die Intensivierung des Pferdehandels werden“, sagt Ludger Beerbaum. Die jüngeren Kollegen Philipp Weishaupt und Christian Kukuk sind hierbei fest in die Zukunftsplanung miteinbezogen. Sie sollen weiterhin Top-Sport betreiben und die Teilnahme an internationalen Championaten anstreben.

Mittelfristig wird das Wachstum des Unternehmens auch bedeuten, dass mehr Pferde im Training und in der Aufzucht sein werden und dass auch die Zahl der Beschäftigten steigen wird.„Der Wirtschaftsfaktor „Pferd“ wird in der Region eine Aufwertung erfahren“, ist sich Ludger Beerbaum sicher. „Das geht vom Züchter über die Ausbildung der jungen Pferde, das Gesundheitsmanagement und anderen Dienstleistungen, bis hin zum geschulten Personal und neuen Arbeitsplätzen.“