Sires of the World in Lanaken: Koen Vereecke fängt Christian Ahlmann noch ab
Vom CHIO Aachen ging es zu den Sires of the World: Christian Ahlmann und Dominator 2000 Z Foto: spring-reiter.de

Sires of the World in Lanaken: Koen Vereecke fängt Christian Ahlmann noch ab

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53 Hengste, alle im besten Alter und kraftstrotzend, standen auf der Starterliste des 1,50 m- Grand Prix des „FEI Zangersheide Sires of the World“ für geprüfte Deckhengste, dem Höhepunkt des Freitags, beim Turnier im belgischen Lanaken. 

Ein besonderer Leckerbissen ist diese Prüfung für Züchter, die jetzt schon planen, welcher Vererber für ihre Stuten als Vater des künftigen Nachwuchses passt. Hier wird verglichen: Stammbaum, optische Erscheinung, Größe, Rittigkeit, bisheriger Erfolg. Alles wichtige Merkmale, die es zu berücksichtigen gilt. Wie wichtig den Veranstaltern dieses Turniers die Züchter sind, sieht man schon an den Starter- und Ergebnislisten. Hier sind die Pferde mit ihren Abstammungen, die Besitzer und die Züchter aufgeführt. 

Kein Wunder, dass die Besucher sich dicht um die Ratina Z-Arena drängten, um zu sehen, wie sich die bildschönen Pferde unter ihren Reitern präsentierten. 25 400 Euro an Preisgeld waren ausgeschrieben. Diese Summe ist nicht zu vergleichen mit den späteren Einnahmen aus dem Deckgeschäft, die locken, wenn sich der Hengst im großen Sport bewährt. 

Was für ein spektakuläres Stechen der 14 Nullfehler-Pferde! Es ging um viel Prestige, das war von vornherein klar. Und die Reiter gaben mit ihren Sporthengsten alles. Um eine Hundertstel-Sekunde verpasste „Heimreiter“ Christian Ahlmann, der Lebensgefährte der Turnierleiterin Judy-Ann Melchior, den historischen Sieg mit seinem Zangersheide-Vorzeige-Hengst Dominator 2000 Z (Diamant de Semilly x Cassini).

Mit einem erneuten Nullfehler-Ritt in der Zeit von 34.15 Sekunden musste er sich hauchdünn einem Reiter aus Belgien geschlagen geben. Koen Vereecke war mit seinem ebenfalls elf Jahre alten Kasanova de la Pomme von Bamako de Muze schneller (0/34.14). Den dritten Platz belegte der Belgier Gilles Thomas auf Feromas van Beek Z (Fantomas de Muze x Tangelo van de Zuuthoeve), er war nur zwei Hundertstel – Sekunden langsamer als der Sieger (0/34.16). 

Christian Ahmann: „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Pferd. Natürlich will man gewinnen, doch der zweite Platz ist absolut okay. Wir hatten zwei tolle Runden. Das Stechen war sehr schnell,  es war ein bisschen wie bei der Formel Eins.“ Sieger Koen Vereecke war natürlich hochzufrieden: „Zum Glück machte Christian auf den Schlusssprung keine fünf Galoppsprünge. Sonst hätte er gewonnen!“

Vorher schon gingen die zweiten Qualifikationen für die jungen Springpferde zu Ende. 

Und wieder dominierte Richard Vogel wie am Vortag das Geschehen. Mit seinem dritten siebenjährigen Pferd, der Stute Charisma von Uriko, gewann der Reiter aus Dagobertshausen, nachdem er in der ersten Qualifikation mit seinen beiden anderen Pferden – der Stute Looping Luna von Lord Fauntleroy x Calido und dem Hengst Junior Kannan von Kannan x Diamant de Semilly – die Plätze eins und zwei errang. Ein Erfolg, der seinesgleichen sucht!

Die Britin Emily Sage gewann auf Cadiz Z bei den sechsjährigen Springpferden.71 Fünfjährige blieben fehlerfrei in der Zeit, das bedeutete jeweils Platz eins.

Am morgigen Samstag geht es um die Medaillen bei der Belgischen Meisterschaft der Springreiter und für die meisten der präsentierten Youngsters in die Trostrunde, die besten des jeweiligen Jahrgangs machen am Sonntag im Finale aus, wer den Titel Weltmeister tragen darf. 

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