Team World Champion Germany also secures victory in the League of Nations Final in Barcelona

Spannender geht es nicht, erst ein Stechen brachte die Entscheidung: Team Deutschland hat nach 2024 zum zweiten Mal das Finale der Longines League of Nations in Barcelona gewonnen, diesmal vor Brasilien. Den vorzeitigen Sieg verpasste das deutsche Team durch einen Fehler von Richard Vogel. Es musste ein Stechen her, denn nach den beiden Umläufen lagen Deutschland und Brasilien nun punktgleich mit jeweils einem zählenden Abwurf aus beiden Umläufen auf Platz eins. Rodrigo Pessoa legte auf Major Tom (v. Vagabond de la Pomme) unter den Augen seines Vaters, der Reitlegende Nelson Pessoa, vor, war mit 39,48 Sekunden am Ende sogar schneller als der nach ihm startende Richard Vogel. Aber wie im ersten Umlauf fiel bei ihm die erste Stange. Die deutsche Nummer 1 der Weltrangliste kam auf Cloudio (v. Casall) nach 40,85 Sekunden ins Ziel, blieb dabei fehlerfrei und sicherte so den Sieg in dem mit insgesamt 1,6 Millionen Euro dotierten Springen. Den zweiten großen Sieg des Jahres 2026 für das Team von Bundestrainer Otto Becker nach der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Aachen.

Dessen sehr gelöster Kommentar gegenüber spring-reiter.de: „Das war heute tolles Teamwork, Teamwork makes the dream work. Alle haben abgeliefert, und am Ende hat Richard für uns den Sack zugemacht. Das war eine tolle Saison mit dem Weltmeistertitel in Aachen und jetzt dem genialen Final-Sieg bei der Longines League of Nations. Ich bin wirklich stolz auf unsere Springreiter.“

Third in Barcelona were the Belgians ahead of the USA, for whom a costly time error by Abdel Said on Wathnan Bonne Amie (v. A Big Boy) in the first lap had increased their total score to five points, thus preventing them from taking part in the final race.

Marcus Ehning had opened the first lap for Team Germany as seventh in the field of nine nations qualified for the final in Barcelona, like at the World Championships in Aachen. With Coolio (v. Casalito), he delivered a safe zero. He commented on it quite relaxed: „That was a perfect start. Coolio feels great. In this sport you have to ride zero if you want to win. So I’m naturally giving my colleagues my thumbs up now. The course is quite high and difficult, but it’s easy to ride.“

As the second starter, the next team world champion followed, Sophie Hinners, this time on Iron Dames My Prins (v. Zilverstar T). A slight touch in the middle of the three horses caused a mistake and the German team's result in Round 1.

Jörne Sprehe followed with Toys (v. Toulon). She had to work in the saddle, especially on the two-combination. But everything remained the same; the next zero stood. Pleased, she said: „Toys belongs to my uncle from the Sprehe stable. I have been riding him for three years now and he is getting better and better. By now he is truly a safe 1.60m horse. He was a double-zero in Rome, in Dublin and was part of the winning team in Calgary.“

Schlussreiter Richard Vogel lieferte mit Cloudio anschließend die nächste Null ab, so dass Team Deutschland als führende Nation in die zweite Runde ging, als einzige mit blütenweißer Weste, vor Belgien mit dem zählenden Zeitfehler, Brasilien und den USA, deren Schlussreiter McLain Ward nach einem telefonischen Hilferuf erst am Freitag mit Jordan Molga M (v. Etoulon) zur Mannschafts-Verstärkung aus den USA angereist war.

DOPPEL-NULL-RUNDEN VON MARCUS EHNING UND JÖRNE SPREHE

In Runde zwei folgte die nächste sichere Null von Marcus Ehning nud Coolio sowie von Jörne Sprehe und Toys. Sophie Hinners war jetzt nur noch als Zuschauerin dabei, als Richard Vogel als Schlussreiter den Sack zumachen wollte. Eine nächste Nullrunde von ihm und Cloudio musste dafür sein – aber am Oxer Nummer 9, der ihm im Stechen als dann dritter Sprung wieder begegnen sollte, fiel nach leichter Berührung die obere Stange. „Ich habe Cloudio etwas im Stich gelassen, war etwas zu weit weg, daher der Fehler“, resümierte Vogel hinterher. Und plötzlich war ein Stechen angesagt, nachdem für Brasilien Stephan de Freitas Barcha auf Chevaux Primavera Imperio Egipcio (v. Calvaro F.C.) und Joao Victor Castro Aguiar Gomes de Lima auf Cashpaid J&F (v. Casall) jeweils ihre zweite fehlerfreie Runde abgeliefert hatten und auch Rodrigo Pessoa und Major Tom mit Null ins Ziel gekommen war.

Surprisingly far down at the end were the previous year's winners from Great Britain, as well as the previously highly regarded Irish and French teams: in sixth to eighth place.

The complete result here